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Glossar

Alles von A bis Z

A

Akku/Akkumulator

Wiederaufladbarer Energiespeicher.

Ampere (A)

Einheit für den elektrischen Strom. Benannt nach dem französischen Mathematiker und Physiker André-Marie Ampère. Formelzeichen: I

Autonomes Fahren

Die Fähigkeit eines Fahrzeuges selbstständig zu fahren. Der Grad der Selbstständigkeit wird nach Grad der Automation in sechs Stufen eingeteilt: 0: keine Automation 1: Fahrassistenz, z.B. Lenk-Assistent oder Brems- oder Beschleunigungsassistent. Verantwortung für die Überwachung der Systeme liegt beim Fahrer. 2: Teil-Automation: Ausführung von Lenk- und Beschleunigungs- /Bremsvorgängen durch ein oder mehrere Fahrerassistenzsysteme. Verantwortung für die Überwachung der Systeme liegt beim Fahrer. 3: Bedingte Automation: Ausführung aller Aspekte der dynamischen Fahraufgabe durch ein automatisiertes Fahrsystem. Der Fahrer muss jederzeit in der Lage sein, die Funktionen selbst übernehmen zu können. 4: Hohe Automation: Ausführung aller Aspekte der dynamischen Fahraufgabe durch ein automatisiertes Fahrsystem auch dann, wenn der Fahrer unangemessen reagiert. 5: Volle Automation: Durchgängige Ausführung aller Aspekte der dynamischen Fahraufgabe durch ein automatisiertes Fahrsystem unter allen Fahr- und Umweltbedingungen, die von einem menschlichen Fahrer bewältigt werden können.

Autopilot (Tesla)

Kombination verschiedener Assistenzsysteme, die in bestimmten Verkehrssituationen das Fahrzeug teilautomatisiert steuern. Der Fahrer bleibt zu jedem Zeitpunkt voll verantwortlich. Je nach Modell heute Automationslevel zwischen 2 und 3.

B

BEV (Battery Electric Vehicle)

Batterieelektrisches Fahrzeug. Die Antriebsenergie stammt ausschließlich von einer im Fahrzeug verbauten extern aufladbaren Energie. Vortrieb mit einem oder mehreren Elektromotoren.

BMS

Battery Management System, Batteriemanagement-System: Das BMS überprüft neben der Spannung einzelner Akkus auch den Lade- und Entladestrom, Temperaturen, die verbrauchte Leistung und weitere Parameter. Dadurch können Hersteller dafür sorgen, dass kein Akku vorzeitig ausfällt oder Schaden anrichtet.

Batteriedegeneration

Gibt an, wie viel Kapazität ein Akku im Laufe seines Lebens verloren hat. Man unterscheidet zwischen zyklischer Degeneration – also aufgrund von Lade- und Entladezyklen – und zeitlicher Degeneration aufgrund des Alters des Akkus. Weitere Gründe für eine Degeneration können Hitze, extreme Kälte, überladen oder Tiefentladen sein. Moderne Elektrofahrzeuge stellen technisch sicher, dass die Batterien weder überhitzen noch über- oder tiefentladen werden können. Moderne Elektroautobatterien haben eine Lebensdauer von 1.000 bis 5.000 Zyklen.

C

CCS (Combined Charging System)

Schnellladestandard der deutschen und amerikanischen Automobilindustrie. Der Stecker besteht im oberen Teil aus dem Typ 2-Stecker für die Kommunikation und die Übertragung von Wechselstrom. Im unteren Teil befinden sich zwei zusätzliche Pins für den Gleichstrom. Wechselstrom- und Gleichstrom-System sind baulich im Stecker, der Buchse und im Fahrzeug getrennt. Der Vorteil ist, dass es anders als bei CHAdeMO nur noch ein Inlett im Fahrzeug braucht, da hier sowohl der Typ 2 wie auch der CCS-Stecker passen. In den USA nutzt CCS statt dem Typ 2 den dort üblichen Typ 1-Stecker. CCS ermöglicht – je nach Fahrzeugtyp – Ladeleistungen bis 350 Kilowatt. In Europa und den USA nutzen alle Neufahrzeuge bis auf Mitsubishi, Nissan, Citroen und Peugeot den CCS-Standard.

CEE

Umgangssprachlich die gebräuchlichsten Steck­verbinder für Starkstrom oder im Campingbereich für die blauen 230 Volt Stecker.

CHAdeMO

CHAdeMO ist der älteste Schnellladestandard. Entwickelt haben ihn Tepco, Mitsubishi, Nissan und Fuji (Subaru). 2010 haben sie das System der Öffentlichkeit vorgestellt. CHAdeMO steht als Backronym von CHArge de Move oder „O cha demo ikaga desuka“ – was in etwa bedeutet „Wie wäre es mit einer Tasse Tee?“. Die Idee ist, während einer Tasse Tee das Auto wieder vollladen zu können. Im europäischen und amerikanischen Raum nutzen derzeit noch Nissan, Mitsubishi, Peugeot und Citroen den CHAdeMO-Standard. CHAdeMO ermöglicht schon heute bidirektionales Laden. Das bedeutet der Strom aus der Antriebsbatterie kann externe Systeme z.B. Häuser mit Strom versorgen. Je nach Fahrzeug ermöglicht CHAdeMO derzeit Ladeleistungen von bis zu 100 Kilowatt.

CPO (Charge Point Operator)

Betreiber von Infrastruktur zum Aufladen von Elektrofahrzeugen. Reine CPO betreiben ausschließlich die Anlagen. Sie bieten den Kunden keinen Zugang zu selbiger. Der Zugang wird über Mobility Service Provider (MSP) gewährleistet. Ein Beispiel für einen reinen CPO ist das niederländische Unternehmen allego charging. Die meisten CPO sind gleichzeitig auch MSP, z.B. EnBW oder Fastned.

Chargeporn (ugs.)

Bilder in sozialen Netzwerken von Elektroautos beim Laden.

D

Degradation

Abnahme der zur Verfügung stehenden Leistung des verbauten Akkus.

Dreiphasen-Wechselstrom/Drehstrom

Drei Leiter führen in untereinander um 120 Grad verschobenen Phasen. Wechselstrom. Das Niederspannungsnetz arbeitet mit diesem Strom. Bekannteste Anwendung ist der Elektroherd in der Küche.

E

E-Fuels

E-Fuels sind flüssige Kraftstoffe, die auf Wasser und Strom aus regenerativen Quellen basieren. Das Wasser wird mittels Strom per Elektrolyse zu Wasserstoff aufgespalten. Dieser kann entweder als komprimierter Wasserstoff für Brennstoffzellen genutzt werden.

Elektroautogrinsen (ugs.)

Natürliche Reaktion auf den Fahrspaß in einem Elektrofahrzeug.

Erde/Erdung

Gesamtheit aller Mittel und Maßnahmen zur Ableitung von elektrischen Strömen in den Erdboden. Der Erdleiter ist durch ein grün-gelbes Kabel gekennzeichnet.

F

FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle)

Brennstoffzellenfahrzeug. Eine Brennstoffzelle erzeugt aus mitgeführten Wasserstoff und Sauerstoff aus der Luft elektrische Energie, die dann gepuffert über eine Fahrbatterie einen Elektromotor antreibt.

FI-Schalter/Fehlerstrom-Schutzschalter/RCD

Verhindert gefährlich hohe Fehlerströme gegen Erde. Er trennt den Stromkreis wenn zum Beispiel in einem Gerät ein spannungsführendes Teil in Kontakt mit dem Gehäuse kommt. Ohne FI-Schalter stünde sonst das Gehäuse unter Strom und es könnte zu tödlichen Stromschlägen kommen.

Fahrbatterie

Wiederaufladbarer Akkumulator der die elektrische Energie für den Antrieb des Elektromotors speichert. Als Batterie oder Akku wird in der Regel ein Pack aus einer Vielzahl von Zellen bezeichnet.

Firmware Over The Air

Ein Over The Air (OTA) oder auch Firmware Over The Air (FOTA) -Update ist eine Methode, um neue Systemsoftware auf mobile Endgeräte über eine Funkschnittstelle aufzuspielen (beispielsweise über WLAN oder Mobilfunknetz). Während beim klassischen Over-the-Air (OTA) in der Regel nur allgemeine Einstellungen für einzelne Dienste ergänzt oder aktualisiert werden, handelt es sich bei FOTA um das frische Aufspielen der Systemsoftware auf dem Fahrzeug/Gerät.

Frequenz (Hertz, Hz)

Gibt an wie viel Perioden in einer Sekunde stattfinden. Beim Wechselstrom aus der normalen Steckdose sind es in Europa 50 Perioden. Die Frequenz wird in der Einheit Hertz (Hz) benannt nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz, angegeben. Die Frequenz von Gleichstrom ist 0.

G

GB/T

Chinesischer Schnellladestandard für Elektrofahrzeuge. Der Stecker erinnert an eine Mischung aus dem japanischen CHAdeMO- und europäischen Typ2-Stecker. Der Standard ermöglicht theortisch maximale Ladeleistungen von gut 230 Kilowatt. Fahrzeuge, die im chinesischen Markt verkauft werden verfügen in der Regel über einen GB/T-Anschluss statt CHAdeMO oder CCS. So rüstet Tesla seine Fahrzeuge für den chinesischen Markt mit einem GB/T-Anschluss aus und hat damit begonnen, seine Supercharger in China ebenfalls mit diesem Stecker auszurüsten. Der weiterentwickelte New GB/T hat ein neues Steckerdesign das mit flüssigkeitsgekühlten Kabeln theoretische Ladeleistungen von bis zu 900 Kilowatt ermöglicht.

Gleichstrom, DC (direct current)

Gleichstrom, elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich im Gegensatz zu Wechselstrom zeitlich nicht ändert. Typische Gleichstromquellen sind etwa Batterien oder Solarzellen.

H

Hybrid

Das Fahrzeug hat einen Elektro- und Verbrennungsmotor. Die Batterie kann nicht an einer Steckdose, sondern nur durch Rekuperation aufgeladen werden.

I

ICCB (In Cable Control Box)

ICCB

Ladekabel, mit dem man an einer Schuko- oder Starkstromsteckdose (CEE) laden kann. Auch mobile Wallbox oder Notladekabel genannt.

ICEed (ugs.)

Von einem Verbrenner zugeparkte Ladesäule, vom englischen „Internal Combustion Enginge“.

Inverter

Elektronisches Gerät, dass aus einer Gleichstromquelle (z.B. Batterie) Wechsel- bzw. Drehstrom für den elektrischen Motor macht. Inverter wandeln auch den Gleichstrom einer Solarzelle in Wechselstrom, damit dieser ins Haus- bzw. Stromnetz eingespeist werden kann.

K

Kilowattstunde (kWh)

Einheit der elektrischen Arbeit. Produkt aus Leistung und Zeit. Gibt die Batteriekapazität und den Verbrauch eines Fahrzeuges an (xy kWh/100 km). Bekannte Einheit vom Stromzähler im Haus, der den Stromverbrauch misst.

Kobalt (Co)

Chemisches Element dass unter anderem in verschiedenen Batteriezellen zum Einsatz kommt. Da Kobalt ein problematischer Rohstoff ist (Abbaubedingungen), versuchen Zellhersteller den Anteil von Kobalt in Batterien auf null zu senken.

L

Ladekabel

Ladekabel

Kabel mit standardisierten Steckern, um ein Elektrofahrzeug mit einer Ladesäule zu verbinden. Schnellladesäulen haben ein fest angeschlagenes Ladekabel, so dass hier kein eigenes Ladekabel benötigt wird.

Ladekarte/Ladetoken

RFID-Karte oder -Schlüsselanhänger eines MSP, mit dem man eine Ladesäule aktivieren kann.

Ladeparker (ugs.)

Jemand der mit einem Elektrofahrzeug an einer Ladesäule parkt oder nach Ende des Ladevorgangs ewig nicht wegfährt und so die Ladesäule für andere blockiert.

Ladesäule

Technische Einrichtung im öffentlichen oder halböffentlichen Raum zum Aufladen von Elektrofahrzeugen. Ladesäulen verfügen entweder über eine standardisierte Buchse (z.B. Typ 2) um das Fahrzeug mittels eines eigenen Ladekabels mit der Ladesäule zu verbinden. Schnellladesäulen haben immer fest angeschlagene Kabel, die direkt in das passende Fahrzeug gesteckt werden können.

Ladeweile (ugs.)

Beschäftigung während des Aufladens an einer Schnellladesäule, z.B. essen oder einkaufen.

Leiterquerschnitt

Der Flächeninhalt des Querschnitts eines Leiters. Wird in Quadratmillimetern (mm²) angegeben. Je mehr Strom fließt, desto größer muss der Querschnitt sein.

Lithium (Li)

Chemisches Element, auf dem viele Zellchemien von modernen Akkus in Elektrofahrzeugen aufsetzt.

M

Mobility Service Provider (MSP)

Ein MSP ermöglicht den Endkunden Zugang zu (halb-)öffentlicher Ladeinfrastruktur. Reine MSP besitzen in der Regel keine eigene Infrastruktur (z.B. Hubject), sondern übernehmen lediglich die Vermittlung zwischen Endkunden und CPO. Viele MSP betreiben aber auch eigene Infrastruktur (CPO) und bietet über Roaming Zugang zur Infrastruktur anderer CPO.

N

NEFZ

Neuer Europäischer Fahrzyklus (englisch New European Driving Cycle (NEDC)). Ein europäischer Prüfzyklus, um Abgas- und Verbrauchswerte eines Kraftfahrzeugs zu bestimmen. Der Zyklus kam immer wieder Kritik, da er zahlreiche Möglichkeiten bot, die Ergebnisse zu schönen. So durfte man unter anderem die Lichtmaschine abklemmen, Fugen in der Karosserie abkleben, den Luftdruck der Reifen erhöhen und die Motorsteuerung anpassen. Kein Wunder also, dass die NEFZ-Werte im Alltag so gut wie nicht zu erreichen waren. Auch auf Grund dieser Kritik gilt seit 2017 der neue weltweit harmonisierte Testprozedur für Leichtfahrzeuge (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP))

Nullleiter/Neutralleiter

Leiter im Wechselspannungsnetz, der zur Verteilung elektrischer Energie beiträgt.

O

OEM

Eigentlich englisch für Original Equipment Manufacturer (Erstausrüster/Originalausrüstungshersteller). In der Automobilindustrie bezeichnet man aber auch Fahrzeughersteller als OEM.

One Pedal Drive

Möglichkeit ausschließlich mit dem „Strompedal“ zu fahren. Beim Loslassen des Pedals wird das Fahrzeug mittels der Rekuperation abgebremst und die Bewegungsenergie wieder in elektrische Energie umgewandelt und in der Fahrbatterie gespeichert.

Over The Air (OTA)

Ein Over The Air (OTA) oder auch Firmware Over The Air (FOTA) -Update ist eine Methode, um neue Systemsoftware auf mobile Endgeräte über eine Funkschnittstelle aufzuspielen (beispielsweise über WLAN oder Mobilfunknetz). Während beim klassischen Over-the-Air (OTA) in der Regel nur allgemeine Einstellungen für einzelne Dienste ergänzt oder aktualisiert werden, handelt es sich bei FOTA um das frische Aufspielen der Systemsoftware auf dem Fahrzeug/Gerät.

P

PHEV (Plug-In-Hybrid Electric Vehicle)

Fahrzeug hat einen Elektro- und Verbrennungsmotor. Die Batterie kann lässt sich extern über aufladen. So lassen sich kürzere Strecken rein elektrisch zurücklegen, während man bei längeren Strecken auf den Verbrennungsmotor zurückgreift.

Phase

A: Stromführender Leiter in einem Wechselstromnetz. B: Gibt die aktuelle Position im Ablauf des periodischen Vorgangs beim Wechselstrom an.

Power to X (P2X)

Die Produktion eines chemischen Energieträgers mithilfe von Strom. So lässt sich mit Strom über die Elektrolyse Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Der Wasserstoff kann gespeichert werden und dann in einer Brennstoffzelle wieder verstromt oder in einem Kraftwerk verfeuert werden. Der Wasserstoff lässt sich weiter mit Kohlendioxid zu Methangas verarbeiten. Ist das Endprodukt ein Gas spricht man von Power to Gas (P2G). Durch weitere Prozessschritte lassen sich auch Flüssigkraftstoffe gewinnen – Power to Liquid (P2L). Der Energieaufwand für diese Verfahren steigt mit jedem weiteren Prozessschritt. Bei aus Strom und Wasser gewonnenen Wasserstoff liegt der Wirkungsgrad bei ungefähr 60 Prozent. Bei Flüssigkraftstoffen deutlich darunter. Auch die Rückumwandlung in Strom oder Bewegungsenergie ist nicht sehr effizient. So dass man bei der Produktion ein Vielfaches der Energie aufbringen muss, die man am Ende wieder zurückbekommt. Trotzdem kann es sinnvoll sein, bei der Überproduktion von erneuerbarem Strom diesen in gasförmiger oder flüssiger Form zu speichern und bei Bedarf wieder in Strom und Wärme umzuwandeln.

R

REX/Range Extender

Kleiner Verbrennungsmotor der die Fahrbatterie über einen Generator während der Fahrt wieder aufladen kann. Der REX hat keine mechanische Verbindung zu den Achsen, kann das Fahrzeug also nicht direkt antreiben. BMW hat lange den i3 mit einem optionalen REX angeboten. Aufgrund der steigenden Batteriekapazitäten und besseren Schnellladung wird diese Technik obsolet.

Radiator

Kühlkörper, durch den Flüssigkeiten laufen, um durch die Umgebungsluft gekühlt zu werden – etwa für die Klimaanlage und Akku-Kühlung.

Real Driving Emissions (RDE)

Emissionen im praktischen Fahrbetrieb. Der Begriff beschreibt das reale Abgas-Emissionsverhalten von Autos, Lastwagen und Bussen im alltäglichen Gebrauch. Im weiteren Sinne ist hiermit auch das RDE-Prüfverfahren gemeint.

Reichweitenangst (Range Anxiety)

Angst davor mit einem Elektroauto aufgrund einer leeren Batterie liegen zu bleiben. Mit zunehmender Erfahrung mit einem BEV nimmt diese Angst stark ab.

Rekuperation

Die Umwandlung von Bewegungsenergie in elektrische Energie beim Bremsen. Die elektrische Energie wird dann in der Fahrbatterie gespeichert. Rekuperation nutzen alle Hybrid-Fahrzeuge, PHEV, BEV und FCEV. Da so die allermeisten Bremsvorgänge kontaktlos stattfinden, sinkt der Bremsenverschleiß und damit die Feinstaubproduktion signifikant.

Roaming

Möglichkeit mittels einem MSP bei verschiedenen CPO laden zu können. Unter Umständen entstehen für das Roaming zusätzliche Kosten für den Kunden.

S

SOC/State of Charge

Ladezustand der Fahrbatterie. Wird in der Regel in Prozent angegeben.

SOH/State of Health

Gesundheitszustand der Fahrbatterie. Gibt an wie viel der ursprünglichen Kapazität ein Akku noch speichern kann. Wird in der Regel in Prozent angegeben.

Schnarchlader (ugs.)

Elektrofahrzeug, das nicht schnellladen kann.

Schnellladen/Schnellladestation

Ladestation die ein Elektrofahrzeug mit mindestens 50 Kilowatt aufladen kann. Aufgrund des hohen Leiterquerschnitts sind die Ladekabel immer fest an den Schnellladestationen angeschlagen. Durch das Schnellladen sinken die Ladezeiten je nach Leistung auf wenige Minuten pro 100 Kilometer.

Schuko-Steckdose

Haushaltssteckdose für Wechselstrom, die in vielen europäischen Ländern Standard ist.

Sicherung/Leitungsschutzschalter

Trennt bei einer definierten Überbelastung den Stromkreis, um eine Beschädigung der Elektroinstallation durch Überhitzung oder gar Entzündung zu vermeiden.

Spannung

Gibt den Potentialunterschied (Elektronenmangel gegenüber Elektronenüberschuss -> siehe Stromkreis) an. Nur wenn es einen Potentialunterschied zwischen zwei Polen besteht kann Strom fließen. Die Spannung wird in Volt gemessen.

Starkstrom

Umgangssprachlich für Dreiphasen-Wechselstrom oder Drehstromanschlüsse wie sie zum Beispiel beim Elektroherd oder eben an einer Wechselstrom-Ladestation zu finden sind.

Stinker (ugs.)

Abfällige Bezeichnung für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Strom

Elektrischer Ladungsfluss zwischen zwei Polen. Wird in Ampere gemessen.

Stromkreis

Nur in einem geschlossenen Stromkreis kann Ladung (Elektronen) von einem Pol zum anderen Pol fließen. Verbindet man eine Stromquelle (z.B. Batterie) mit einem Verbraucher (z.B. Lampe) kann der Strom durch die Lampe von einem Pol der der Batterie zum anderen fließen. Früher als man den Atomaufbau noch nicht kannte, ging man davon aus, dass der Strom vom Pluspol zum Minuspol fließt (technische Stromrichtung). Da aber die positiv geladenen Protonen nicht ohne weiteres aus dem Atomkern wegkönnen, ist die reale oder physikalische Stromrichtung umgekehrt. Es fließen Elektronen vom Minuspol zum Pluspol. Dies funktioniert natürlich nur solange am Minuspol der Batterie ein Elektronenüberschuss und am Pluspol ein Elektronenmangel herrscht. Haben sich Überschuss und Mangel ausgeglichen besteht kein Spannungsunterschied mehr zwischen den Polen (Potential) und es kann kein Strom mehr fließen. Die Batterie ist leer. Beim Akku kann man durch eine externe Stromquelle wieder einen Elektronenüberschuss am Minuspol und einen Elektronenmangel am Pluspol herstellen. Spannung

Stromkreis

Verbindung zwischen Stromquelle (z.B. Batterie) und einem elektrischen Verbraucher (z.B. Lampe), so dass ein Stromfluss von einem Pol zum anderem (Gleichstrom) oder zwischen der Phase und dem Nullleiter (Wechselstrom) möglich ist.

Supercharger (Tesla)

Schnellladestation für Teslas, arbeitet mit Gleichstrom. Verwendet in Europa den Typ 2 Stecker. Mit Einführung des Model 3 in Europa stattet Tesla seine Standorte zusätzlich mit einem CCS-Stecker aus. Derzeit bieten die Supercharger Ladeleistungen bis zu 120 Kilowatt.

T

Tesla

Kalifornischer Elektroautobauer. Die Modelle Model S, Model X und Model 3 gelten als Benchmark für reinelektrische Pkw.

Triple-Charger

Schnellladestation die Typ 2 AC, CHAdeMO und CCS anbietet.

Typ 1/SAE J1772-2009

Asiatischer und amerikanischer Standard-Stecker zum Laden mit Wechselstrom.

Typ 2 Mennekes

Europäischer Standardstecker für Elektrofahrzeuge. Wird in der Regel zum Laden mit (Dreiphasen-)Wechselstrom verwendet. Tesla nutzt in Europa Typ 2 an seinen Superchargern zum Schnellladen mit Gleichstrom.

Typ 3

Veralteter Französischer Ladeanschluss für Ladesäulen und Wallboxen zum Laden mit (Dreiphasen-)Wechselstrom. Heute nur noch selten in Frankreich zu finden. Spezielle Kabel ermöglichen es Typ 1 oder Typ 2 Fahrzeuge an Typ 3 Ladestationen zu laden.

V

Vehicle to X (V2X)

A: Kommunikation zwischen einem Fahrzeug (Vehicle) und einem anderen Gegenstand (X), etwa einem anderen Fahrzeug, Infrastruktur wie Ampeln oder Verkehrszählung. Es gibt Konzepte für autonomes Fahren, die auf Vehicle to X-Kommunikation setzen. B: Stromtransfer zwischen einem Elektrofahrzeug (Vehicle) und einem anderen Verbraucher (X), etwa einem Haus (Home, V2H), einem Stromnetz (Grid, V2G) oder einem anderen Fahrzeug. Die Idee ist, den Akku in einem Elektrofahrzeug als Stromspeicher für ein Haus oder das Stromnetz zu nutzen. So können stehende Elektrofahrzeuge bei Stromüberfluss (viel Wind und Sonne) die Energie aufnehmen und bei Strommangel (Flaute, keine Sonne) den Strom wieder in das (Heim-)Netz abgeben.

Volt (V)

Einheit für die elektrische Spannung. Nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta benannt. Formelzeichen: U

W

WLTP

Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (weltweit harmonisierte Testprozedur für Leichtfahrzeuge). Der WLTP hat den umstrittenen Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) abgelöst. Er gilt seit 2017 und bestimmt die Abgas- und Verbrauchswerte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Bei Elektrofahrzeugen wird auch die Reichweite ermittelt. Es gibt beim WLTP drei unterschiedliche Testzyklen. Welcher Zyklus zum Einsatz kommt entscheidet sich anhand des Verhältnisses von Leistung zur Leermasse des Fahrzeugs. Gegenüber dem NEFZ sind die Testzyklen länger und haben andere Beschleunigungs- und Geschwindigkeitswerte. Im WLTP müssen die Hersteller den Wert für jede Ausstattungsvariante getrennt ermitteln und dürfen nicht mehr nur die leichteste Variante testen. Damit liegen die WLTP-Angaben näher an der Realität als die alten NEFZ-Werte. Trotzdem weichen die Werte im realen Betrieb teilweise erheblich nach oben ab. Es zeigt sich aber, dass bei Elektrofahrzeugen die Angaben präziser und auch im Alltag zu erreichen sind.

Wallbox

Einrichtung zum Laden eines Elektrofahrzeuges im privaten oder halböffentlichen Bereich. In der Regel mit Wechselstrom. Eine Wallbox übernimmt die Kommunikation mit dem Fahrzeug und gibt den Strom nur frei, wenn die Verbindung zwischen Fahrzeug und Wallbox über ein Ladekabel sicher gegeben ist.

Wasserstoff (H2)

Chemisches Element, bei Raumtemperatur gasförmig. Reagiert mit Sauerstoff zu Wasser. Entweder in einer Knallgasexplosion oder kontrolliert in einer Brennstoffzelle. In einer Brennstoffzelle kann aus der Reaktion elektrische Energie gewonnen werden, die dann über eine Pufferbatterie einen Elektromotor antreiben kann

Watt (W)

Hier Einheit der elektrischen Leistung, Produkt aus Strom und Spannung. Sie gibt die Leistung des Motors oder der Ladestation an. In der Regel Angabe in Kilowatt (kW). 1 Kilowatt = 1.000 Watt. Benannt nach dem schottischen Wissenschaftler und Ingenieur James Watt. Formelzeichen für die elektrische Leistung: P

Wechselstrom

Wechselstrom, elektrischer Strom, der seine Richtung (Polung) in regelmäßiger Wiederholung (Frequenz) ändert. Wechselstrom kommt zum Beispiel aus der Haushaltssteckdose.

Z

Zellchemie

Gibt an, welche Rohstoffe die Zelle zum Speicher der Energie verwendet. Unter dem Oberbegriff Lithium-Ionen Batterie verbirgt sich eine Vielzahl verschiedener Zellchemieen. Durch unterschiedliche Bauelemente lassen sich die Eigenschaften der Zellen beeinflussen. Etwa Zyklenfestigkeit, Lade- und Entladeströme, thermische Stabilität oder Energiedichte.

Zelle

Eine Fahrbatterie setzt sich aus einer Anzahl von einzelnen Zellen zusammen, die gemeinsam das Batteriepack bilden. Man unterscheidet zwischen drei Hauptbauarten von Zellen. Zylindrische oder Rundzellen Prismatische Zellen (rechteckige Gehäuseform und festes Gehäuse) und Pouch-Zellen, flache Zellen ohne festes Gehäuse.