McDonalds unter Strom

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Screenshot: McDonalds Schweden

Fast Food und Fast Charging – In Schweden erklärt McDonalds den Tankstellenbetreibern den Krieg und transformiert seine Drive-in-Restaurants in ein landesweites Ladenetzwerk für E-Autos.

Mit rund 80.000 Fahrzeugen auf den Straßen und einem Marktanteil von 8,1 bei den Neuzulassungen (2018) nimmt das Thema E-Autos in Schweden gerade Fahrt auf. Kein Wunder, dass auch viele Unternehmen hier neue Chancen wittern.

McDonalds hat ein Defizit der großen Stromanbieter und Tankstellenbetreiber identifiziert und versucht aus diesem Kunden-Ärgernis Profit zu schlagen. 48 Prozent, also jeder zweite E-Autofahrer in Schweden hat Probleme, zu erkennen, wo er sein Auto laden kann.

Die Fastfood-Kette hat in Schweden jetzt damit begonnen, 55 ihrer Drive-In-Lokale mit Ladestationen für E-Autos auszustatten. Um die Aktion werbewirksam auszuschlachten hat man eine Kampagne entwickelt, um der Konkurrenz ihre Kundenfeindlichkeit ins Gesicht zu reiben.

Mit modifizierten Preisanzeigen im Tankstellen-Style zeigt McDonalds auf seinen Autobahn-Schildern neben dem Strompreis die aktuellen Preise für einen Big Mac oder ein Happy Meal. Die “M”-Säulen, die hoch in den Himmel ragen, sollen ein Signal an alle E-Autofahrer sein, dass sie hier essen UND ihr Auto laden können.

Auf adage sagt Christoffer Rönnblad, Marketing-Direktor von McDonalds Schweden:  “Immer mehr Schweden fahren elektrisch, wir wollen Teil dieser Entwicklung sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Unsere Schilder-Aktion soll dabei eine humorvolle Persiflage darauf sein, wie man so etwas früher getan hat .”