Aral experimentiert weiter mit Ultraschnellladern

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HPC bei Aral
Foto: Aral AG

Im schwäbischen Merklingen hat Aral unweit der A8 die nun dritte Ultraschnell-Ladestation (“High Power Charger”, kurz: HPC) in Betrieb genommen. Im Mai hatte die deutsche Tochter des britischen BP-Konzerns angekündigt einen Test mit ingesamt fünf Standorten durchführen zu wollen und erste Standorte eröffnet.

Die beiden Ladestationen in Merklingen unterstützen jeweils eine Ladeleistung von bis zu 320 kW per CCS (“Combined Charging System”). Geladen werden kann mittels der “Aral Charge & Fuel Card” oder direkt per Kreditkarte via QR-Code Scan. Durch eine Anbindung an die Roamingplattform Hubject können aber auch weitere Anbieter wie EinfachStromLaden oder Telekom Get Charge genutzt werden.

Aral setzt auf eigene Kompetenz

Im Gegensatz zu Shell betreibt Aral/BP die Stationen selbst. Man wolle dadurch ein tieferes Verständnis für die E-Mobilität und Ladeinfrastruktur entwickeln. Der Wettbewerber Shell lässt seine HPC-Standorte vom Energiekonzern EnBW aufbauen und betreiben. Denkbar wäre aber, dass diese Standorte aber zu einem späteren Zeitpunkt durch die Shell eingekauft und doch selbst betrieben werden. Beispiele aus anderen Ländern deuten in diese Richtung: Circle K in Norwegen tauscht bereits seit einiger Zeit Diesel-/Benzin-Zapfsäulen durch selbst betriebene HPC aus.

Offenkundig ist, dass die Mineralölkonzerne auch in einer elektrischen Autowelt eine starke Rolle spielen wollen und das Geschäft nicht “Newcomern” wie EnBW, E.ON oder Ionity überlassen wollen.