Aral steigt in den Ring: Erste Ultra-Schnellladesäulen eröffnet

Bild: Aral

Werden die Mineralölkonzerne am Ende die großen Gewinner der Elektromobilität sein? Was auf den ersten Blick paradox klingt, könnte aber schon bald Realität werden. Nach Shell, Esso und Circle K steigt nun auch Aral (die deutsche Marke der BP) in den Markt für öffentliche Ladestationen ein.

In Bochum wurden die ersten beiden Ultra-Schnellladesäulen (HPC: High Power Charger) eröffnet. Beide Ladestationen bieten zunächst je 160 kW Ladeleistung (der Audi e-tron kann hier z.B. mit 150 kW laden, das Tesla Model 3 mit 120 kW), die später auf 320 kW erweitert werden soll. Spannend: Aral baut und betreibt die Ladestationen selbst. Dies dürfte am Ende ein Wettbewerbsvorteil sein, da das gesamte Know-How im Hause bleibt. Neben einer Anbindung an die Roamingplattform Hubject (u.a. Telekom Get Charge, Maingau EinfachStromLaden, EnBW mobility+) kann die Bezahlung per Aral Fuel & Charge Card erfolgen.

„Die Mobilität der Zukunft wird aus einem Mix verschiedener Antriebstechnologien bestehen. Elektromobilität spielt dabei eine wichtige Rolle“, begründet Aral Vorstand Patrick Wendeler die Investition in ultraschnelle Ladesäulen. „Wir können als Marktführer im deutschen Tankstellengeschäft eine ideale Anlaufstelle für Elektroautofahrer sein, vorausgesetzt das Laden geschieht ähnlich schnell wie das Tanken flüssiger Kraftstoffe.“

Vier weitere Stationen eröffnen in Kürze

Vier weitere Standorte werden im Bundesgebiet in Kürze ebenfalls mit je zwei Ultra-Schnellladesäulen ausgestattet. Sie befinden sich in Dettelbach, Merklingen, Schkeuditz und Wittenburg.