Aus NewMotion wird Shell Recharge

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So manche Kunden des niederländischen Ladestations- und Ladekarten-Anbieters NewMotion wunderten sich beim neuesten Update ihrer Smartphone-App sicher: Das vertraute, blau-grüne Logo wurde über Nacht durch die Muschel des Mineralölkonzerns Shell ersetzt.

Mit der Umbenennung der NewMotion-App in “Shell Recharge” vollzieht das Unternehmen, welches seit Oktober 2017 zum Shell-Konzern gehört, einen harten Markenwechsel. Zukünftig sollen alle Aktivitäten von Shell im Bereich Elektromobilität unter der Marke “Shell Recharge” gebündelt werden. Neben dem Ladekartenangebot gehört auch der Aufbau von (Ultra-)Schnellladestationen in mehreren europäischen Ländern dazu.

Der neue Markenname hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Abdeckung und Tarifstruktur für Nutzer. Wer bislang jedoch NewMotion-Partnerkarten, wie z.B. die Naturstrom-Ladekarte, in der App nutzte, muss ab sofort auf diese Funktionalität verzichten. Zu erwarten ist, dass der gesamte Markenname “NewMotion” zukünftig verschwindet.

Pionier, Marktführer und Tarif-Chaot

NewMotion gehört zu den europäischen Pionieren: Das Unternehmen wurde 2009 in Amsterdam gegründet und verzeichnete 2018 mehr als 115.000 Kunden in Europa. Mit über 100.000 europaweit nutzbaren öffentlichen Ladestationen bietet NewMotion eines der breitesten Angebote, jedoch mit teils verwirrenden Tarifstrukturen: Je nach Betreiber fallen mitunter sehr hohe Preise für Ladevorgänge an. In der Regel reicht NewMotion die Einkaufskonditionen 1:1 (zzgl. einer Nutzungspauschale) an Endkunden weiter. Die konkret geltenden Preise sind in der “Shell Recharge”-App zu sehen.