Autogipfel: Bis zu 6.000 Euro Umweltbonus für E-Autos

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Bundesregierung und Autoindustrie haben eine neue Kaufprämie für Elektroautos beschlossen. In Zukunft sollen alle E-Autos mit Listenpreis bis zu 65.000 Euro gefördert werden.

Nach Angaben der deutschen Presseagentur soll der sog. Umweltbonus bis Ende 2025 verlängert werden. Bislang sollte die Förderung Ende 2020 auslaufen. Wie bisher teilen sich Staat und Industrie die Kosten jeweils zur Hälfte.

Rein elektrische Autos mit Listenpreises unterhalb von 40.000 Euro sollen künftig mit 6.000 Euro gefördert (bisher 4.000 Euro). Plug-in-Hybride werden mit 4.500 Euro (bisher 3.000 Euro) bezuschusst. 

Für E-Autos mit Listenpreis über 40.000 Euro soll der Zuschuss künftig bei 5.000 Euro liegen. Bislang gab es eine Prämie nur für Elektro-Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis unterhalb von 60.000 Euro. Diese Preisdeckelung soll auf 65.000 Euro erhöht werden. Die Förderung für Plug-in-Hybride dieser Preisklasse beträgt 4.000 Euro.

Die Erhöhung der Kaufprämien soll noch im November in Kraft treten.

Unser Kostenrechner mit den neuen Fördersummen.

Masterplan Ladeinfrastruktur

Darüberhinaus soll der Ausbau des Ladenetzes in Deutschland vorangetrieben werden. 3,5 Milliarden Euro will die Bundesregierung in den sog. “Masterplan Ladeinfrastruktur” investieren. 

Nach Angaben von Nierdersachsens Ministerpräsident Weil sollen bis zum Jahr 2022 rund 50.000 neue Ladestationen entstehen. Bislang gibt es in Deutschland rund 21.000 öffentliche Ladepunkte. 

Insgesamt sollen bis 2030 rund 1 Million Ladepunkte entstehen, so Bundeskanzlerin Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Die beschlossene Kaufprämie soll dazu beitragen, bis zu 700.000 Elektroautos bzw. Plug-in-Hybride auf die Straßen zu bringen.