Brandgefahr: Audi ruft e-tron zurück – weltweit (Update)

Foto: Audi

(Update 17 Uhr) Eine fehlerhafte Kabelabdichtung könnte beim e-tron zu Kurzschlüssen mit Brandgefahr führen. Wieviele der weltweit 7000 ausgelieferten Fahrzeuge betroffen sind, ist unklar. Die Rückrufaktion gilt inzwischen weltweit.

“Weltweit sind alle Fahrzeuge bis zu einer gewissen Fahrgestellnummer betroffen”, so ein Audi-Sprecher gegenüber emobly. Welche und wieviele das sind, könne das Unternehmen noch nicht bekanntgeben. Allein in Deutschland sind bislang 2300 Fahrzeuge auf der Straße.

Über eine mangelhafte Kabeldichtung zwischen der Batteriesteuerung und der Hochvolteinheit könnte z.B. bei Starkregen Feuchtigkeit in den Akkublock gelangen. Das könnte zu einem Kurzschluss führen und dadurch das Fahrzeug in Brand geraten. „Sehr unwahrscheinlich“, so der Audi-Sprecher, “Da besteht kaum ein Risiko”.

Bislang sei weltweit kein Fall bekannt, betont Audi. Dennoch rief Audi in den USA “freiwillig” bereits ausgelieferte Modelle zurück. Seit heute gilt eine Rückrufaktion für alle 7000 bislang ausgelieferten Fahrzeuge weltweit.

Der Fehler war aufgefallen, nachdem bei mehreren Besitzern ohne erkennbaren Grund die gelbe Akku-Warnlampe gelb aufleuchtete.

Kunden hätten nun die Möglichkeit, ihr Auto auf eigene Gefahr weiterzufahren, oder aber ein Ersatzfahrzeug gestellt zu bekommen, bis der Schaden repariert sei. Die Reparaturen stünden ab August zur Verfügung.

Sollte die Akkuwarnlampe rot leuchten, sollten e-tron-Fahrer das Fahrzeug augenblicklich parken und Audi-Servicepartner verständigen.

Die Rückrufaktion habe auch Folgen für Kunden, die auf die Auslieferung ihres e-tron warten, heißt es. Audi sei bemüht, das Problem mithilfe neuer Lieferungen, die nicht von dem Produktionsfehler betroffen seien, zu lösen.