Der Mercedes EQC lässt warten

Bild: Daimler AG

Wer zuletzt lacht: Nach der Häme deutscher Autobauer über Tesla muss nun auch Mercedes Produktionsprobleme einräumen. Die Massenfertigung des EQC (emobly-Factsheet) verschiebt sich erneut – vermutlich bis ins Jahr 2020.

“Schadenfreude” – ein Begriff, der so einzigartig deutsch ist, dass er als Vokabel sogar Einzug in die englische Sprache fand. Nach Audi muss nun auch Mercedes einräumen, dass es bei der Massenproduktion seines ersten komplett neu konstruierten E-Autos zu Verzögerungen kommt. Das ist insofern pikant, als dass gerade die deutschen Autobosse in Hinterzimmergesprächen gerne über Teslas Produktionsprobleme gelästert hatten.

Als Grund für die erneute Verzögerung werden Engpässe bei der Akkufertigung genannt. Wie die Branchenzeitung Automobilwoche meldet, wird die Massenproduktion des EQC erst 2020 anlaufen. Bis dahin könnten maximal 1000 Fahrzeuge pro Woche vom Band rollen. Das wäre nicht einmal ein Fünftel dessen, was Tesla mit seinem Model 3 aktuell schafft (laut Bloomberg 5941Fahrzeuge pro Woche).

Bis die ersten Kunden ihren EQC in Empfang nehmen dürfen, läuft jetzt erst einmal die Marketing-Maschinerie für den Stromer-SUV aus Stuttgart an. Dazu gehört, dass nun endlich auch Journalisten das Fahrzeug testen und auch mal selbst fahren können. Bislang durften die Vorführwagen ausschließlich von Mercedes-Mitarbeitern gelenkt werden.

Auch emobly hat den EQC jetzt endlich in die Finger bekommen – unser erster Eindruck hier in Kürze!