Der Umweltbonus und was wir daraus lernen

Die Nachfrage nach dem Umweltbonus bleibt überschaubar. Doch bei den geförderten Fahrzeugmodellen gibt es einen klaren Trend.

Im August wurden 4.533 Anträge für den staatlichen Umweltbonus eingereicht. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vormonat, der allerdings aufgrund der Urlaubszeit nicht ungewöhnlich ist.

Seit Einführung Mitte 2016 sind damit beim BAFA 135.193 Anträge zur staatlichen Umweltprämie eingegangen. Darunter fielen 89.864 Anträge für reine Elektroautos (BEV), 45.236 Plug-in-Hybride (PHEV) sowie 93 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCEV).

Das Rennen ist entschieden 

Mit 3.170 Anträgen für Batterie-elektrische Autos gegenüber 1.376 Anträgen für Plug-in-Hybriden zeigt sich, dass die Schere zwischen echten Elektroautos und Plug-in-Hybriden immer weiter auf geht. 

Bei den geförderten Modellen konnte im August vor allem der Renault Zoe punkten. Mit 648 Anträgen lag der Franzose vor dem kalifornischen Tesla Model 3 mit 550 Anträgen. Im Gesamt-Ranking führt BMW mit seinem i3 (21.916) deutlich vor dem Renault Zoe (18.067) und dem smart (15.112).

emobly meint: Das Modell-Ranking macht einmal mehr deutlich, wie sehr der Erfolg der Elektromobilität an die Preise gekoppelt ist. Je günstiger das Fahrzeug, umso eher sind die Verbraucher bereit, auf alternative Antriebe umzusteigen. Mit Blick auf die wachsende Kluft zwischen BEVs und PHEVs verwundert es, dass die Autoindustrie für die Zukunft auch weiterhin auf die getarnten Verbrenner setzt. Langfristig ein klarer Fall von DOA – Dead On Arrival.