Deutsche sind Elektroauto-Skeptiker

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Kaum ein Land zweifelt mehr an der Verkehrswende als Deutschland. Jeder Dritte Deutsche glaubt, dass niemals mehr Elektroautos auf deutschen Straßen fahren werden als Verbrenner.

E.ON und KantarEMNID befragten rund 10.000 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, Tschechien, in der Türkei und in Ungarn zur Elektromobilität. Zugegeben, die Umfrage ist von einem Energieriesen in Auftrag gegeben worden und somit mit Vorsicht zu genießen – dennoch – die veröffentlichten Zahlen sind erschreckend:

  • nur 7 % der Deutschen können sich vorstellen, dass es in 5 Jahren mehr E-Autos als Verbrenner in Deutschland geben könnte
  • gerade mal 13 % können sich vorstellen, dass in 10 Jahren mehr E-Autos als Verbrenner in Deutschland fahren

Zum Vergleich: In Italien glauben 37 %, in der Türkei sogar 43 % der Befragten, dass in 10 Jahren die E-Autos überwiegen

Vor allem im Süden Europas scheinen die Menschen optimistisch zu sein, was den Siegeszug der Elektromobilität betrifft. Nicht so in Deutschland. Hier vertreten sogar 30 Prozent der Befragten die Meinung, dass Elektroautos niemals die Verbrenner ablösen werden. Das ist insofern überraschend, als dass gerade hierzulande im letzten Jahr viel Geld in Entwicklung und in die Lade-Infrastruktur gesteckt wurde. Ende 2018 gab es nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Deutschland über 16.000 Ladepunkte.