Deutschland im Mobilitäts-Graben

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Deutschland ist gespalten: Die deutsche Autoindustrie verkauft so viele SUVs und Geländewagen wie nie zuvor. Gleichzeitig steigt das Interesse für Elektroautos.

Die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes liest sich widersprüchlich. Mit 299.127 neu zugelassenen Pkw ist die Zahl der im November 2019 neu zugelassenen Fahrzeuge gegenüber November 2018 um +9,7 Prozent gestiegen. Insgesamt kamen in den ersten elf Monaten somit rund 3,3 Millionen Pkw zur Neuzulassung und damit +3,9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. 

Bei den meisten Neufahrzeugen handelte es sich um SUVs. Ihr Anteil beträgt 22,1 Prozent (+28,6 %), dicht gefolgt von der Kompaktklasse, die mit einem Minus von -1,9 Prozent auf einen Neuzulassungsanteil von 20,2 Prozent kommt. Das größte Zulassungsplus erreichen die Geländewagen (11,5 %) mit +39,5 Prozent. Die Minis (5,5 %/-18,5 %) und die Oberklasse (0,7 %/-17,0 %) hingegen waren im November am wenigsten gefragt.

Elektroautos gewinnen an Momentum

Deutschland setzt auf Verbrenner, als gäbe es kein Morgen: Mit 57,9 Prozent sind mehr als die Hälfte aller Neuwagen Benziner (173.104 Pkw/+5,9 %), gefolgt von den Diesel-Pkw (94.413 Pkw/+1,9 %), deren Anteil im November bei 31,6 Prozent liegen. 25.941 Neuwagen mit Hybridantrieb bewirkten ein Plus von +122,2 Prozent und einen Anteil von 8,7 Prozent (darunter 6.334 Plug-in-Hybride (2,1/+216,1 %)).

Immerhin: 4.651 echte Elektrofahrzeuge wurden im November neu zugelassen, das sind +9,1 Prozent mehr als im Vergleichsmonat. Bei den Import-Marken konnte Tesla mit +129,5 Prozent einen dreistelligen Zuwachs in der Neuzulassungsstatistik verzeichnen.