Die E-ndjahresrallye fällt aus

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In den letzten Wochen ist der Verkauf von E-Autos in Deutschland laut Presseberichten ins Stocken geraten. Und das obwohl die Bundesregierung den sog. Umweltbonus von 4000 auf 6000 Euro erhöht hat. Wie kann das sein?

Die Antwort findet sich in einem großen, gelben Hinweiskasten auf der Homepage des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkonztrolle (BAFA):

„Achtung! Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an der raschen Umsetzung der Vorgaben des Autogipfels und des Klimakabinetts zur Anpassung des sogenannten Umweltbonus. Die angepasste Förderrichtlinie soll nach beihilferechtlicher Prüfung durch EU-KOM so bald wie möglich in Kraft treten“.

Wenn’s mal wieder etwas länger dauert…

Zu deutsch: Zwar hat die Bundesregierung im November die sofortige Ausweitung und Erhöhung der Fördersummen beschlossen (emobly berichtete). Das mit dem „sofort“ wurde allerdings bis heute noch nicht umgesetzt. Entsprechend zurückhaltend sind die potentiellen Kunden, die mit der Unterschrift ihres Kauf- oder Leasingvertrages noch abwarten.

Umgekehrt haben die Automobilkonzerne wenig Interesse daran, ihre nur begrenzt verfügbaren Elektroautos jetzt noch vor Jahresfrist auf die Straße zu schicken. Der Grund: Diese zählen erst ab 2020 für das neu gesetzte CO2-Ziel von 95 Gramm, im Flottendurchschnitt dann sogar doppelt. Ein Rechen-Effekt, der dieses Jahr sprichwörtlich verpuffen würde.