Die ersten e.GO Life wurden ausgeliefert

Auslieferung der Aachener Elektroautos e.GO Life gestartet - Foto: obs/e.GO Mobile AG

Ein Startup der RWTH Aachen wollte das günstigste Elektroauto der Welt bauen – und hat jetzt geliefert. Ab 2020 sollen in NRW rund 15.000 Fahrzeuge vom Band laufen.

Mit der für die Branche üblichen Verspätung von sechs Monaten sind jetzt die ersten e.GO Life-Serienmodelle ausgeliefert worden. Zu einem der ersten glücklichen Besitzer zählt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der gestern seinen Wagen persönlich am Produktionsstandort Aachen in Empfang genommen hat.

Bei der e.GO Mobile AG handelt es sich um eine Ausgründung der Rheinisch-Westfälische Technischen Hochschule Aachen (RWTH). Dozent und Geschäftsführer Prof. Dr. Günther Schuh steckt auch hinter dem Streetscooter, dem Überraschungscoup der Deutschen Post.

Der e.GO Life – Foto: e.GO Mobile AG

Der Viersitzer kommt zunächst mit einem Hochvolt-Elektromotor mit 60 kW und einer 21,5 kWh Batterie auf den Markt, die eine WLTP-Reichweite von 145 km bieten soll. Ab Ende 2019 folgen die beiden Varianten mit 40 und 20 kW und entsprechend kleineren Batterien. 

Mit dem e.GO wollte der Uni-Dozent und Firmengründer ein erschwingliches Elektroauto für die City entwickeln. Mit einer Preisspanne (ohne Umweltprämie) von 15.900 Euro (Life 20) bis 19.900 Euro (Life 60) liegt der Bruttoverkaufspreis zwischen dem Smart Fortwo / Forfour (12.000 Euro) und dem günstigsten Renault ZOE-Modell (21.000 Euro) .

Das Elektroauto wird seit März 2019 im e.GO Werk in Aachen Rothe Erde hergestellt. Es lägen bereits 3.300 Vorbestellungen vor. Die e.GO Mobile AG plant, alle Vorbesteller bis Anfang nächsten Jahres zu beliefern. Im nächsten Jahr soll schnellstmöglich auf den Zweischichtbetrieb umgestellt werden, um mindestens 15.000 e.GO Life herstellen zu können.