Die Zukunft war gestern – BMW kekst i8

Foto: Robin Engelhardt

Der “zukunftsweisende” (BMW-Sprech) i8 hat in München offenbar keine Zukunft. Stillheimlich stellt BMW den Hybrid-Flitzer aufs Abstellgleis.

Für gewöhnlich berichten wir bei emobly über keine Hybrid-Autos, da diese Zwitterwesen aus Benzinschluckern mit Alibi-Batterie unserer Meinung nach nichts weiter sind als getarnte Verbrenner. Diese Nachricht ist uns jedoch durchaus eine Meldung wert, immerhin gilt BMW mit seiner i-Serie als einer der Pioniere der Elektromobilität im Massenmarkt. Oder sollten wir besser sagen: galt.

Tief unten, begraben im PR-Sprech einer unbedeutenden Pressemitteilung über die Neulackierung der i3- und i8-Sonderedition, lesen wir den entscheidenden Satz:

Die Ultimate Sophisto Edition begleitet den BMW i8, der seit seiner Markteinführung 2014 der weltweit erfolgreichste Plug-in-Hybrid-Sportwagen ist, auf die Zielgerade. Im April 2020 wird die Produktionslaufzeit des BMW i8 planmäßig beendet.

Die Produktion des “seit seiner Einführung erfolgreichste Plug-in-Hybrid-Sportwagen” (vergleichbar mit: “emobly, die seit ihrer Gründung Ende 2018 erfolgreichste deutschsprachige WordPress-Elektroauto-Webseite”) wird also gestoppt. Zukunft ungewiss.

Laut Berichten von electrive und Automobile Magazine soll der i8 2022 mit stärkeren Motoren zurückkehren – immer noch als Plug-in-Hybrid, neben weiteren elektrischen, “elektrifizierten” sowie Brennstoffzellen-Fahrzeugen.

Derweil verschlägt es den einstigen Schöpfer des i8 vom chinesischen Autokonglomerat Byton über ein nur wenige Monate andauerndes Gastspiel bei Iconiq Motors nach Los Angeles. Carsten Breitfeld hat bei Faraday Future angeheuert und soll den krisengeplagten Tesla-Herausforderer aus China als neuer CEO zum Neustart verhelfen.