Elektromobilität: Deutschland überholt Norwegen in absoluten Zahlen

0
Grafik: Shutterstock

In Deutschland werden 2019 vermutlich erstmals mehr Elektroautos zugelassen als in Norwegen. Das Kraftfahrtbundesamt widerspricht Meldungen von einer Elektroflaute.

Entgegen anderslautender Berichte sei der Verkauf von Elektroautos in den zurückliegenden Wochen keineswegs eingebrochen. Tatsächlich wurden in Deutschland noch nie soviele neue E-Autos zugelassen, wie im November. Und auch der Dezember lässt bislang keinerlei Kaufzurückhaltung erkennen. Im Gegenteil.

Experten haben errechnet, dass in Deutschland dieses Jahr erstmals europaweit die meisten Elektroautos verkauft werden. Danach würde die  Bundesrepublik den Elektroauto-Spitzenreiter Norwegen hinter sich lassen – in absoluten Zahlen.

Nach Angaben der Informationsbehörde für Straßensicherheit in Norwegen wurden im November fast 3700 neue Elektroautos zugelasen. Das ist rund ein Drittel weniger als im Vormonat. In Deutschland hingegen stiegen die Neuzulassungen im November laut Kraftfahrtbundesamt um knapp 9 Prozent auf über 4500 neue Elektroautos.

Im gesamten Jahr wurden damit hierzulande etwa 57.500 neue Elektroautos registriert, in Norwegen rund 56.900. Eine Wachablösung, die nicht verwundern dürfte, hat Deutschland zahlenmäßig 15 mal mehr Einwohner als Norwegen. Der Marktanteil an E-Autos (BEV) in Deutschland bleibt beschämend gering: 1,6 Prozent gegenüber 36,9 Prozent in Norwegen. Bei den elektrifizierten Verbrennern (PHEV) liegt das Verhältnis bei 7,7 Prozent (Deutschland) gegenüber 68,1 Prozent (Norwegen).

Im Verhältnis betrachtet ändert sich also nichts – Norwegen bleibt weltweit unangefochtener Spitzenreiter bei der Elektromobilität.