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Top der Woche

Deutschland holt bei der Elektromobilität auf und liegt im weltweiten Vergleich der Zulassungszahlen auf Platz 3. Prozentual ist der Elektro-Anteil aber weiterhin niedrig, auch wenn er stetig wächst. Hier liegt weiter Norwegen vorne, wo mehr als jedes zweite verkaufte Auto elektrisch ist.

Flop der Woche

Die Verzögerung bei der Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie schob die Bundesregierung auf die Prüfung durch die EU-Kommission, die eben Zeit in Anspruch nehme. Jetzt wurde berichtet, die Bundesregierung hätte den nötigen Antrag noch gar nicht gestellt – das Wirtschaftsministerium streitet aber ab. Europäische und deutsche Behörden schieben jetzt also den schwarzen Peter hin und her – währenddessen bremst das Warten auf die erhöhte Prämie den deutschen Elektroautomarkt aus.

Zahl der Woche

410.000

Jobs gehen durch Elektroautos verloren, behaupteten diverse Medien unter Berufung auf die nationale Plattform Zukunft der Mobilität. In der Panik-geprägten Berichterstattung dazu wurde allerdings oft ein entscheidendes Detail vergessen: Die Studie nahm an, dass alle Elektroautos importiert würden und kein Elektroauto in Deutschland produziert wird. Als absoluter Worstcase kann man zwar einen Blick auf dieses Szenario werfen – realistisch ist das aber nicht (das sagten sogar die Autoren der Studie).

Zitat der Woche

„Die Zeit klassischer Automobilhersteller ist vorbei.“

Sagte VW-Chef Herbert Diess gestern der Nachrichtenagentur Reuters. Er vergleicht die etablierten Automobilfirmen mit Nokia und spricht von der „vielleicht größten Herausforderung, vor der Volkswagen je stand.“ Freilich geht es den anderen deutschen Autobauern genauso, aber so offensiv angesprochen wird der Elefant im Raum gerade nur von Wolfsburgern.

Gerüchte

Das Tesla Model Y hat die Zertifizierung durch die US-Behörde CARB erhalten und könnte wohl bald auf den Markt kommen – bei manchen Tesla-Modellen war das bereits einen Monat nach Erteilung der CARB-Zertifizierung der Fall.

Ausblick

2030 könnten erstmals mehr Elektroautos (inklusive Plug-In Hybride) als Verbrenner zugelassen werden – nicht nur in einzelnen Märkten, sondern weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Boston Consulting Group. Dazu tragen vor allem die sinkenden Batteriepreise beitragen, die Studie geht von einem Preisverfall von 80% bis 2030 (im Vergleich zu 2014) aus.