Entega stellt Lade-Flatrate ein / Was ihr jetzt wissen müsst

Ladestation der ENTEGA
Foto: ENTEGA AG

Der Darmstädter Energieversorger ENTEGA stellt zum Jahreswechsel seine Flatrate für das Laden an öffentlichen Ladestationen ein. In diesen Tagen erhalten bisherige Kunden die entsprechende Benachrichtigung bzw. Kündigung. Das ENTEGA-Angebot war 2016 das erste Pauschalpreisangebot und aufgrund seiner internationalen Roaming-Abdeckung bei Kunden beliebt. Zukünftig will ENTEGA Ladevorgänge einzeln nach geladenen kWh abrechnen.

Es gibt Alternativen für Vielfahrer

Wer auch in Zukunft sein Elektroauto zum Pauschalpreis beliebig oft an öffentlichen Ladestationen laden möchte, sollte das Angebot der EWE Stromtankkarte prüfen (siehe auch emobly Ladekarten-Kompass). Dieses ermöglicht das Laden an allen Hubject- und Ladenetz-Ladestationen. Bei Hubject sind große (DC)-Betreiber wie Allego, EnBW, innogy, E.ON und Ionity angeschlossen, im Ladenetz-Verbund kann bei 168 Stadtwerken in Deutschland (mehrheitlich AC) geladen werden. Die EWE-Flatrate kostet 35 Euro im Monat, der Vertrag hat eine Mindestvertragslaufzeit von 365 Tagen. Mehrere bisherige ENTEGA-Flatrate-Partner wie z.B. Fastned (NL) oder Duferco (IT) sind jedoch nicht Bestandteil des EWE-Angebotes. Hier sollte der eigene Bedarf genau geprüft werden.

Die EWR bietet eine “Autostromflat” ausschließlich für den innogy e-Roaming-Verbund für 25 Euro monatlich an, die jedoch auf 1.000 kWh/Monat begrenzt ist. Aufgrund der Einschränkung auf innogy (deren Stationen sind größtenteils bei Hubject angebunden und per EWE-App nutzbar) ist dieses Angebot aber nur für wenige Fahrer interessant.

Flatrate-Angebote unter Druck

Pauschalpreisangebote haben es derzeit nicht leicht. In Deutschland gibt es Hunderte Betreiber von Ladeinfrastruktur und viele haben die Vision, selbst möglichst viele Kunden für ihre Tarife gewinnen zu können. Aus dieser Denke heraus werden Roaming-Partnern teils prohibitive Preisangebote gemacht bzw. unattraktiv bepreiste “offer-to-all”-Konditionen in die Roaming-Plattformen eingespeist. Wer daher zumindest eine Zeit lang noch per Flatrate laden will, sollte sich beeilen. Es ist gut möglich, dass auch die genannten Alternativen nicht mehr lange Bestand haben werden.

emobly Ladekarten Kompass gibt Auskunft

Monatlich aktualisieren wir unseren Ladekarten Kompass und geben redaktionelle Empfehlungen sowohl für Flatrates als auch für Einzelabrechnung ab.

Transparenzhinweis: emobly erhält keine Provision für Vertragsabschlüsse mit den oben genannten Anbietern. Die Auswahl folgt redaktionellen Kriterien.