Frankreich: Großteil der Schnelllader außer Betrieb

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Ladestation von Izivia
Bild: Izivia

Elektroauto-Fahrer, die innerhalb Frankreichs unterwegs sind, müssen ihre Routen neu planen: Der größte Betreiber von Schnellladern entlang von Autobahnen und Landstraßen hat fast sein ganzes Netz stillgelegt. Die Maßnahme erfolgte bereits am 7. Februar und wurde nun konkretisiert.

EDF schaltet „Corri-Door“-Netz beinahe vollständig ab

Betroffen sind 189 von 217 Stationen des Verbundes „Corri-Door“ von Izivia (ein Unternehmen der EDF). Grund für die Stilllegung sind vom Unternehmen nicht näher erläuterte Sicherheitsbedenken. Es sei in den letzten Wochen zu zwei Vorfällen an Ladestationen gekommen, die zu Schäden geführt hätten. Betroffen sind Geräte des Lieferanten EVTronic (gehört zur EV Box). Standorte, die nicht außer Betrieb genommen wurden, sind mit anderer Hardware bestückt und laufen weiter.

Reisende müssen auf Alternativen ausweichen

Es gibt in Frankreich grundsätzlich ausreichend Alternativen, u.a. baut IONITY (Achtung: Nur CCS-Standard) auch dort Stationen. Dennoch kann es in einzelnen Regionen zu einer mangelhaften Abdeckung mit Schnellladern kommen, insbesondere für den (in Frankreich noch populären) CHAdeMO-Anschluss. Reisende sollten die Route also im Detail neu planen.

Die stillgelegten Stationen werden aufgrund ihres Alters nach Angaben von Izivia nicht wieder in Betrieb genommen. Man wolle lediglich 40-50 Standorte mit neuer Hardware ausstatten und erhalten.

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