Geplatzter Batterie-Deal – geht VW bald der Saft aus?

E-Autos ohne Batterien? Sollte Samsung seine Batterielieferungen zurückziehen, muss VW seine gesamte Elektroauto-Offensive überdenken.

Die Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg ließ VW- aber auch Samsung-Anleger zittern. Ein Liefervertrag mit den Südkoreanern für Batterien in Höhe von 50 Milliarden Euro droht zu scheitern. Laut Insidern habe es Unstimmigkeiten bei den Verhandlungen über Stückzahlen und Liefertermine gegeben.

Flaschenhals Batterie

Ob Kleinwagen oder SUV – Batterien gelten als der Flaschenhals für jede Elektroauto-Produktion. Das haben Mercedes und Audi letztes Jahr zu spüren bekommen, als man die geplante Massenproduktion des EQC und des e-tron aufgrund fehlender Batterien mehrfach nach hinten verschieben musste.

Leichter gesagt als getan

Bis 2028 hat Volkswagen-Chef Diess verkündet, 70 neue Elektromodelle auf den Markt zu bringen. VWs Problem, von Everscore ISI-Analyst Arndt Ellinghorst bei Bloomberg auf den Punkt gebracht: “Es ist das Eine, eine große Zahl an neuen Modellen anzukündigen, eine echte Herausforderung ist es, die entsprechenden Lieferketten aufzubauen”.

Auch wenn VW betont, dass Samsung weiterhin Batteriezellenzulieferer für Europa bleibe, denken die Wolfsburger laut über Alternativen nach. Neben Samsung gibt es Verträge mit SKI und LG Chem (ebenfalls Südkorea) sowie CATL (China). Um seine Abhängigkeit von den Asiaten zu verringern, plant VW den Bau eigener Batteriefabriken in Europa.