さようなら – Honda verabschiedet sich vom Wasserstoff

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Sayonara! Vor kurzem noch als Wundermittel gefeiert – jetzt auf Eis gelegt. Honda verabschiedet sich vom Wasserstoff und will auch keine Diesel-Fahrzeuge mehr produzieren.

Honda hat überraschend seine Strategie geändert. Statt weiterhin mit Wasserstoff zu experimentieren, setzen die Japaner nun doch voll auf batteriebetriebene Autos. Nach dem Honda-e soll 2022 das zweite vollelektrische Modell vorgestellt werden.

Danach soll in den kommenden Jahren die komplette Honda-Fahrzeugflotte elektrifiziert – sprich – auf reine Elektro- oder aber Hybrid-Fahrzeuge umgestellt werden. Diesel soll ab 2023 überhaupt keine Rolle mehr spielen.

Den plötzlichen Sinneswandel begründet man mit der mangelnden Marktreife. “Vielleicht kommen die Wasserstoff-Autos eines Tages” so der Honda-Europa-Chef gegenüber der britischen Sunday Times “das wäre dann aber eher etwas für die nächste Ära”.

Der Honda-e soll 2020 ausgeliefert werden, kann aber mit einer 800-Euro-Anzahlung schon reserviert werden. Dazu muss man sich auf der Honda-Webseite mit einer Kreditkarte registrieren.

Unser erster Eindruck vom Honda-e auf der IAA 2019:

Ein Knuffiges Elektroflitzerchen mit vielen Touchscreens und Beifahrerdisplay. Die Bedienung ist intuitiv, das Cockpit ist aufgeräumt und es gibt elektrische Außenspiegel. Größenmäßig nahe am e-Up!, sehr kleiner Kofferraum und wenig Platz hinten, ein typischer Kleinstwagen eben. Von Grund auf als Elektroauto designt, das macht sich positiv bemerkbar, allerdings ist der Kaufpreis happig.

emobly-Urteil: 😐

Der Japaner ist ein schönes Auto mit einem tollen Bedienkonzept. Aber leider ist er mit gut 33.000 € Basispreis viel zu teuer für die gebotenen 200 km WLTP-Reichweite. Mit der neuen Renault Zoe, dem Opel Corsa-e und dem VW ID.3 gibt es ähnlich teure bzw. billigere Autos, die das gleiche oder mehr können.