Katastrophale Messergebnisse für Plugin-Hybride

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Plug-in-Hybride werden staatlich gefördert, da sie angeblich umweltfreundlich seien. Eine Studie hat jetzt untersucht, wieviel Benzin Plug-in-Hybride tatsächlich einsparen.

Gerade deutsche Autobauer tun sich schwer mit dem Umstieg von der Verbrenner-Technik auf reine Elektrofahrzeuge. Deshalb versuchen sie Zeit zu gewinnen, indem sie Plug-in-Hybride, also Verbrenner-Fahrzeuge mit elektrischem Zusatzmotor verkaufen. Das Beste aus beiden Welten, könnte man meinen. Offenbar ist genau das Gegenteil der Fall.

Wie eine Studie des Abgasspezialisten Emission Analytics im Auftrag der Umweltorganisation Transport and Environment (T&E) jetzt ergeben hat, hat sich das Märchen vom umweltfreundlichen Plug-in-Hybrid (PHEV) in Luft, um nicht zu sagen in CO2 aufgelöst.

Plug-in-Hybride – Dichtung & Wahrheit / Quelle: T&E

Getestet wurden drei beliebte Plug-in-Hybride, der Mitsubishi Outlander, der Volvo XC60 und der BMW X5. Jede Teststrecke, die sich an realen Fahrsituationen im Straßenverkehrs-Alltag orientiert, wurde mit den Fahrzeugen viermal abgefahren, jeweils mit unterschiedlicher Zuschaltung der Batterie. Zusätzlich wurden Testfahrten mit unterschiedlichen Belastungen unternommen, also unterschiedlichen Steigungsgraden, Geschwindigkeiten, Stadt-, Landstraßen- und Autobahnfahrten.

Gebaut fürs Labor – nicht für die Straße

Die Ergebnisse waren sprichwörtlich atemberaubend schlecht: Selbst im besten Szenario, bei fast ausschließlichem Gebrauch des elektrischen Antriebs, produzierte der X5 noch 42 Gramm Kohlenstoffdioxid pro gefahrenem Kilometer. Das ist ein Drittel mehr als von BMW offiziell angegeben (32 Gramm). Im (realitätsnäheren) Verbrennermodus belief sich der Abgaswert auf 254 Gramm CO2, im Stadtverkehr sogar bei 470 Gramm pro Kilometer. Der EU-Flottengrenzwert liegt bei 95 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilometer.

Die Studie widerlegt so eindrücklich wie noch nie, dass die staatlich geförderten Plug-in-Hybride eine Mogelpackung sind und alles andere als umweltfreundlich. Gerade für Langstreckenfahrten sind PHEVs regelrechte CO2-Schleudern, weil sie deutlich mehr Energie benötigen, um ans Ziel zu gelangen, als reine Batterieautos. Wenn Ihr die Original-Messergebnisse nachlesen wollt, die zugrundeliegende Studie von Transport & Environment findet Ihr hier.