Kia stellt neuen e-Soul mit 64 kWh-Akku vor

Kia e-Soul
Bilder: Kia Motors

Im Rahmen der Los Angeles Auto Show hat Kia einen überarbeiteten e-Soul (bisher: Soul EV) vorgestellt. Wie bereits erwartet wurde, wird es in Europa zukünftig ausschließlich die elektrische Variante des in Südkorea produzierten “Soul” geben.

Verdoppelte Akku-Kapazität, Wechsel auf CCS

Der neue Kia e-Soul erhält einen 64 kWh großen, flüssigkeitsgekühlten Akku, der gegenüber dem Vorgänger (30 kWh) mehr als die doppelte Kapazität bietet. Aufgeladen wird per DC (Gleichstrom) mittels CCS (Combined Charging System), der CHAdeMO-Anschluss gehört auch bei Kia in Europa der Vergangenheit an. Die DC-Ladeleistung wurde noch nicht kommuniziert, wir erwarten hier jedoch 80 kW analog zum Hyundai Kona und Kia e-Niro. In der Praxis würde der neue e-Soul in knapp 15 Minuten Ladezeit 100 km Reichweite aufladen, vorausgesetzt die Station bietet mind. 80 kW Leistung.

Kia e-Soul erhält mehr Fahrleistung

Auch an der Fahrleistung hat Kia optimiert: Der neue Elektromotor leistet 150 kW (bisher 81,4 kW) und hat ein Drehmoment von 395 Nm (bisher 285 Nm). Ein neues Fahrwerk mit Mehrlenkerhinterachse (bisher Verbundlenkerhinterachse) soll zum sportlicheren Fahrerlebnis beitragen. Die Fahrmodus-Wahl bietet vier Einstellungen (Komfort, Sport, Eco, Eco+), je nachdem, ob Fahrspaß oder Energieeffizienz im Vordergrund stehen sollen. Die Fahrmodi haben auch Einfluss auf das regenerative Bremssystem, die Klimatisierung und die Höchstgeschwindigkeit.

Überarbeitetes Design, neues Telematik-System

Das – durchaus viel diskutierte – Äußere des Kia e-Soul wurde überarbeitet, u.a. wurden schmale LED-Frontscheinwerfer sowie Nebelscheinwerfer integriert (siehe Bildergalerie). Wie beim Vorgängermodell ist der Ladeanschluss in die Frontblende integriert (“Nasenlader”), die den bei Elektrofahrzeugen unnötigen Kühlergrill ersetzt. Im e-Soul setzt Kia erstmals in Europa das neue Telematiksystem “UVO” ein. UVO soll unter anderem Echtzeitinformationen zu Ladestationen liefern und die Möglichkeit bieten, das Laden zu programmieren. Zudem sei das Fahrzeug durch UVO in der Lage, im Notfall einen Alarm an einen Server zu schicken, Rettungsdienste zu benachrichtigen und die GPS-Daten des Fahrzeugs zu übermitteln. Über eine „Send2Car”-Funktion des UVO-Systems lassen sich nach Unternehmensangaben zudem geplante Routen direkt an das Navigationssystem des Fahrzeugs schicken.

Reichweite, Verfügbarkeit und Preis

Es liegen noch keine WLTP- bzw. EPA-Werte zur Reichweite vor, wir gehen aktuell von einer realistischen Reichweite von 380-400 km bei vollem Akku aus. Der neue Kia e-Soul soll in der ersten Jahreshälfte 2019 in Europa verfügbar sein. Zum Preis gibt es noch keine Angaben.