Maingau beendet Roaming mit Ladeverbundplus

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Grafik: Maingau Energie

Der Autostrom-Anbieter MAINGAU muss den nächsten Rückschlag bei Preisverhandlungen hinnehmen: Nachdem bereits der Anbieter IONITY offensichtlich keine Rabatte gewähren wollte und bei der Maingau mit 0,73 Euro/kWh berechnet wird, endet nun Mitte November das Roaming mit “Ladeverbundplus” zur Gänze.

An den vor allem im nördlichen Bayern verbauten über 1.000 Ladepunkten kann ab dem 16.11. nicht mehr mit dem “EinfachStromLaden” genannten Fahrstrom-Tarif der Maingau geladen werden. Das Unternehmen gibt an, eine Kundenumfrage durchgeführt zu haben, bei der sich zwei Drittel der Befragten für einen Ausschluss des Anbieters ausgesprochen hätten.

Dieses ungewöhnliche Vorgehen zeigt das Dilemma der reinen Fahrstrom-Anbieter ohne eigene nennenswerte Infrastruktur: Sie besitzen kaum Verhandlungsmacht ggü. großen Betreibern von Ladestationen und haben so kaum eine Chance profitabel zu arbeiten und attraktive Endkundenpreise anzubieten. Für die Ladestationsbetreiber hingegen sind sie eher überflüssige Markt-Teilnehmer, denn man hätte lieber die Kunden direkt bei sich.

Naht das Ende der Ladekarten?

Die Chancen stehen hoch, dass sich am Ende vor allem die Unternehmen Mastercard, Visa und American Express durchsetzen. Die Lobbyarbeit nicht nur in Brüssel läuft auf Hochtouren. Das gemeinsame Ziel: An jedem Ladepunkt in Europa soll direkt mit Kreditkarte bezahlt werden. Zu Hilfe kommen den Kreditkarten-Unternehmen Apple und Google, die ebenfalls das identische Interesse haben.