Model “S” – wie Sammelklage

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Bild: TESLA, Inc.

Das letzte System-Update brachte einen Tesla-S-Kunden aus Kalifornien zur Weißglut und Tesla demnächst vor Gericht. Der Autokonzern hatte die Batterieleistung des Fahrzeugs von David Rasmussen (ein Model S 85, Baujahr 2014) nachträglich um bis zu 64 Kilometer Reichweite reduziert.

Zuvor hatte Rasmussen vergeblich versucht, die schrumpfende Ladekapazität seines Teslas über die Garantie zu beanstanden. Tesla weigerte sich, das Problem zu beheben, ließ seinen Kunden wissen, dass eine Degradierung der Batterie über die Jahre völlig normal sei.

Nach mehreren Vorfällen mit überhitzten Batterien greift Tesla immer wieder in das Thermomanagement der Fahrzeuge ein. Als im Mai in Hong Kong ein Model S in Flammen aufgegangen war, folgten gleich mehrere Software-Updates für das Model S und X.

Wie Reuters berichtet, hatten einige Tesla-Besitzer ihre Fahrzeuge daraufhin verkauft. Andere haben ihre Internet-Verbindung gekappt, um eine weitere Over-The-Air-Herabstufung der Reichweite ihrer Autos zu verhindern.

Nur “ein sehr kleiner Prozentsatz der Besitzern älterer Model S und Model X” hätten eine “geringe Reduzierung der Reichweite” feststellen müssen, so ein Tesla-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur. Die Updates seien notwendig, um die Sicherheit und die Langlebigkeit der Batterien zu gewährleisten.

Wer am Ende Recht behält, wird nun das Bundesgericht in Nord Kalifornien entscheiden müssen. Für Tesla pikant: Rasmussens Fall ist als Sammelklage eingestuft worden, sprich: weitere Kunden können sich der Klage anschließen.