Nach iNext und iX3: BMW zeigt weiteres Concept Car i4

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BMW Concept i4
Bild: BMW AG

Gestern Byton, heute BMW: Der ausgefallene Genfer Autosalon zwang auch den Münchner Traditions-Autobauer auf eine virtuelle Livestream-Pressekonferenz auszuweichen.

BMW-CEO Oliver Zipse unterstrich gleich zu Beginn der Pressekonferenz, dass für BMW weiterhin “Power of Choice” gelte, also die Wahlmöglichkeit des Antriebs durch den Kunden. Elektroautos seien dabei ein wichtiger Baustein. Anders als der VW-CEO Herbert Diess bleibt Zipse auf spürbarer Distanz zur elektrischen Zukunft.

BMW Concept i4 soll 2021 in Serie gehen

Anlass für die kurze Videoshow war jedoch die Präsentation des BMW Concept i4. Dabei handelt es sich um das Konzept einer elektrischen Limousine, die auf den ersten Blick stark an die 4er-Baureihe von BMW erinnert. Ab 2021 soll der Serien-i4 im Münchner Stammwerk vom Band laufen. Ziel sei ein WLTP-Wert von “bis zu 600 Kilometern” bei einer Beschleunigung von vier Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h (390 kW Leistung). Der verbaute Akku soll 80 kWh speichern können.

Die BMW-Niere dominiert den Concept i4 (Bild: BMW AG)

Markantes Erkennungszeichen sei der “Kühlergrill” (der bei einem Elektroauto kein Kühlergrill mehr ist) sowie das Sound-Design von Hans Zimmer. Das Serienfahrzeug soll ein großes gebogenes (curved) Fahrerdisplay bekommen und über ein Head-Up-Display verfügen.

Innenraum des Concept i4 mit “curved” Display

emobly meint: BMW hat offenkundig ein Problem. Seit dem Verkaufsstart des i3 im Jahr 2013 wurde für die Marke kein elektrisches Serienfahrzeug mehr gezeigt, dafür zahlreiche Konzepte: Der iNext, der iX3 und nun der i4. Obwohl im Münchner Raum durchaus elektrische Erlkönige herumfahren, fehlt der letzte Schritt: Das bestellbare E-Auto abseits des i3. Dieses Jahr fehlte der Showglanz von Genf und so offenbarte die Livestream-Pressekonferenz auf erschreckende Weise, wie wenig die Münchner zu zeigen hatten.