Neue AGB beim Ladetarif der EnBW – maximal 800 kWh im Monat erlaubt

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Bild: EnBW // Fotograf: Endre Dulic
Bild: EnBW // Fotograf: Endre Dulic

Die EnBW gehört aufgrund des einfachen Fixpreismodells in Deutschland zu einem der beliebtesten Fahrstromanbieter – im emobly Ladekarten-Kompass wird sie regelmäßig genannt. Nun passt das Unternehmen die AGB zum 1. Januar 2021 für Neukunden und zum 1. Februar für Bestandskunden an.

Kern der Anpassung ist eine Fokussierung auf Privatkunden: Die “mobility+” Ladetarife stehen Unternehmen ausdrücklich nicht mehr zur Verfügung. Für gewerbliche Abnehmer soll es noch eigene Tarife geben. Privatkunden, die an zwei von drei aufeinanderfolgenden Monaten mehr als 800 kWh laden, können gemäß der neuen AGB gekündigt werden. Eine solche Begrenzung hat vor längerer Zeit bereits die MAINGAU Energie eingeführt, dort liegt diese bei 300 kWh im Monat.

Explizit von der Nutzung des Tarifs ausgeschlossen sind Taxi-. Kurier- und Lieferdienste sowie alle anderen gewerblich genutzten Fahrzeuge.

Auszug aus den neuen AGB für “EnBW mobility+”

Tatsächlich werden Privatkunden die genannte Obergrenze von 800 kWh/Monat kaum erreichen, außer sie sind wahre Vielfahrer. Bei einem Verbrauch von 20 kWh auf 100 Kilometer käme man 4.000 Kilometer weit mit dieser Energiemenge. Die neuen Regelungen der EnBW richten sich offenkundig gegen gewerbliche Nutzer. Da der Ladetarif aufgrund der hohen Roaming-Einkaufspreise im Ganzen hochgradig defizitär sein dürfte, entspricht das Kündigen der gewerblichen Nutzer einer Maßnahme zur Schadensbegrenzung.

Preisänderungen binnen Monatsfrist möglich

Gemäß der neuen AGB kann die EnBW zukünftig Ladetarife mit einer Frist von einem Monat ändern. In diesem Fall gilt der alte Vertrag als gekündigt und ein neuer Vertrag wird zu neuen Konditionen angeboten. Lädt ein Kunde anschließend wieder mit dem Angebot, so gelten die neuen Angebote.