Neuer Ladetarif in Berlin

Berlins öffentliche Ladesäulen für Elektroautos bekommen einen neuen Ladetarif. Ab sofort wird nicht mehr pro Ladevorgang, sondern nach Kilowattstunden abgerechnet.

Die bisherige Session Fee – ein Pauschalpreis, der Anfang 2018 aus Gründen des Eichrechts eingeführt werden musste – wird durch einen rein nach Kilowattstunden abgerechneten Tarif ersetzt. An den be-emobil Ladestationen des Ladeinfrastrukturbetreibers Allego wird künftig nur noch die geladene Strommenge berechnet.

Der neue Tarif (0,39 €/kWh an AC-Ladesäulen bzw. 0,59 €/kWh an DC-Ladesäulen) regelt zunächst nur, zu welchem Preis die Mobilitätsdienstleister (MSP) den Zugang zur Ladeinfrastruktur erhalten – die Preise für die Endkunden, die mit den Service-Providern Verträge abschließen, können davon differieren.

Mit dieser Umstellung gehe das Land Berlin “auf den Wunsch vieler Nutzerinnen und Nutzer ein, das Tarifmodell einfacher zu gestalten und die Preistransparenz zu erhöhen”, heißt es aus der Senatsverwaltung.

Die neue Tarifstruktur betrifft alle be-emobil Ladesäulen, die die Firma Allego betreibt. Die Allego GmbH stellt die rund 290 Ladesäulen (mit 540 Ladepunkten) im Auftrag des Landes eichrechtskonform um.

Bis Ende 2020 soll Allego bis zu 400 weitere Ladepunkte an bis zu 200 Standorten errichten. Ziel sei es, rund 1.140 Ladepunkte im öffentlichen und halböffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen, darunter rund 40 Schnellladepunkte (DC). Dazu habe das Land Berlin den Vertrag mit dem Konsortium um Allego bis Mitte 2022 verlängert.

Partner des be-emobil Ladenetzwerks sind die Mobility-Service-Provider (MSP) New Motion, PlugSurfing, Ladenetz, ChargeNow, EnBW und Maingau Energie. Parallel dazu darf nach Informationen von electrive.net auch Innogy seine 89 Ladesäulen in Berlin weiter betreiben, nachdem der Stromanbieter auf das Berliner Modell umgestellt hat.