Nissan stellt den 2019er Leaf zunächst nicht vor

Bilder: Nissan

Am heutigen Mittwoch hätte in Amsterdam das 2019er-Modell des Nissan Leaf der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Das Event wurde von Nissan jedoch kurzfristig abgesagt, offenkundig aufgrund der Betrugsvorwürfe gegen den früheren CEO Carlos Ghosn. Ein Sprecher von Nissan wies auf die Notwendigkeit hin, “dass dieses wichtige Produkt [der Leaf], die Aufmerksamkeit erhält, die es verdient”.

Über das 2019er Leaf-Modell gibt es bislang nur Gerüchte, jedoch kaum offizielle Bestätigungen. Erwartet wird ein größerer, von LG Chem hergestellter, Akku mit 50-60 kWh Kapazität (vsl. etwa 300 km Reichweite) sowie eine deutlich gesteigerte DC-Ladeleistung mit vermuteten 100 kW. Dass Nissan beim überarbeiteten Leaf auf den CHAdeMO-Anschluss verzichtet und, so wie Tesla, auf CCS wechselt, ist zumindest für 2019 sehr unwahrscheinlich. Die Leistung des neuen Leaf soll von bislang 110 kW auf knapp 150 kW angehoben werden.

Erwartet wird auch, dass Nissan das überfällige Thermal-Management-System einführt. Die bislang nur passiv per Außenluftstrom gekühlten Versionen des Leaf-Akkus erhitzen bei zügiger Fahrt sowie wiederholten DC-Schnellladungen derart, dass die Ladeleistung um mehr als 50% einbricht. Diese Einschränkungen wurden unter dem Begriff “rapidgate” international bekannt.