Software-Update vermindert „Rapidgate“ beim Nissan Leaf

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Bilder: Nissan

Der japanische Automobilhersteller NISSAN bietet ein Softwareupdate für Nissan Leaf Modelle mit 40 kWh-Akku an. Diese Aktualisierung soll den „Rapidgate“-Effekt vermindern. Da dabei keine Veränderungen an der Hardware vorgenommen werden, verändert das Update lediglich die Konfiguration des Battery Management Systems und lässt höhere Ladeleistungen bei höheren Temperaturen zu. Ob und welche Langzeitfolgen dies für den Akku (Stichwort Degradation) hat, ist noch unklar.

Das Update kann bei Nissan Leafs (40 kWh), die zwischen 08.12.2017 und 09.05.2018 hergestellt wurden, aufgespielt werden.

Geringe DC-Ladeleistung durch Rapidgate

Der Nissan Leaf verfügt über kein aktives Thermal-Management-System für den verbauten Akku, lediglich die Außenluft wird am Akku vorbeigeleitet. Zum Schutz des Akkus wird daher bei Modellen ohne Software-Update die Ladeleistung per CHAdeMO (DC) ab circa 32°C Akku-Temperatur signifikant begrenzt. Bei einem unserer Praxistests reichte eine kurze Strecke wie München-Bregenz (189 km) aus, den Akku auf 39°C zu erwärmen. Das Ergebnis war eine Ladeleistung von nur noch 36 kW, bei der Rückfahrt sank diese auf unter 20 kW bei einer Akku-Temperatur von mehr als 50°C.