Streit um Elektrostudie des ADAC

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Ein Bericht der Wirtschaftswoche stellt den ADAC bloß. Der Automobilclub habe in einer aktuellen Studie zu Elektroautos veraltete Zahlen verwendet.

In seiner ersten Studie zur Umweltbilanz von Autos hat der ADAC Elektroautos schlechter dargestellt als sie sind. Zitat: “Es gibt keinen Antrieb, der generell die beste Klimabilanz aufweist. Und: Das Elektroauto ist nicht immer besonders klimafreundlich.”

Jetzt wird Kritik laut: Der Automobilclub habe in seinen Berechnungen von 2018 Zahlen für den deutschen Strommix aus dem Jahr 2013 verwendet, so das Umweltbundesamt (UBA). 2013 hatte der Öko-Anteil des Stroms in Deutschland gerade mal 23 Prozent betragen, heute sind es 44 Prozent.

Wie umweltfreundlich E-Autos tatsächlich sind, hängt natürlich entscheidend davon ab, wie der Strom erzeugt wurde, mit dem sie laufen. Deshalb handelt es sich bei einem solchen Fehler um keine Petitesse.

Beim Umweltbundesamt hat man kein Verständnis für die Berechnungen des ADAC. Die aktuellen Zahlen zum Zeitpunkt der Erstellung seien bekannt gewesen, heißt es. Außerdem kritisiert die Behörde die Methodik der Studie.

Beim ADAC sieht man die Sache natürlich anders. Die Zahlen von 2013 seien 2018 „die einzig damals verfügbaren endgültigen Daten” gewesen, so eine Sprecherin auf Nachfrage gegenüber emobly „mit vorläufigen wollten der ADAC nicht rechnen“. Die Berechnungen seien demnach korrekt, sollen allerdings im Herbst aktualisiert werden. “Es geht dem ADAC nicht darum, die Elektromobilität schlecht zu machen”, so die Sprecherin wörtlich.