Studie: Mehr Interesse für E-Autos – aber auch viel Unwissenheit

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Immer mehr Führerscheinbesitzer können sich vorstellen, beim nächsten auf ein Elektroauto umzusteigen – das hat eine deutschlandweite Studie jetzt ergeben.

Die Studie

Für die Studie befragt der Stromversorger Eon über 2.000 Führerscheinbesitzer zwischen 18 und 69 Jahren, ob sie sich den Kauf eines Elektroautos prinzipiell vorstellen könnten. Hier äußerten sich 68 % positiv – allerdings ist Vorsicht geboten, dieses Ergebnis heißt nicht, dass diese 68% auch wirklich ein Elektroauto kaufen werden. Sie sind dem Thema aber zumindest nicht abgeneigt. Letztes Jahr waren es noch 6 Prozent weniger.

Junge treiben, Ältere skeptisch

In der Altersgruppe der 18-24-jährigen können sich ganze 84 % vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen – vor einem Jahr waren es 79%. Das zeigt, dass es sich nicht um temporäre Begeisterung durch Fridays for Future handelt, sondern um dauerhafte Begeisterung der jungen Generation für elektrisches Fahren. Ältere Autofahrer sind hingegen zwiegespalten und unverändert zu 2018, hier ist jeweils knapp die Hälfte für bzw. gegen die Anschaffung eines Elektroautos.

Wie viele Ladestationen gibt es?

Eingefleischte Elektrofahrer wird es nicht wundern, die Studie bestätigt nun: Ein Großteil der deutschen ist beim Thema Ladeinfrastruktur schlecht informiert. Schon letztes Jahr haben sich hier viele verschätzt – dieses Jahr hatten nur 1% die Zahl der öffentlichen Ladestationen korrekt auf 17.000 geschätzt. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer dachten sogar, es gäbe weniger als 6.000 öffentliche Ladestationen.

Motivation: Klimaschutz

Überraschenderweise geben mehr als zwei Drittel Klimaschutz als möglichen Entscheidungsgrund für ein Elektroauto an, das zeigt, dass die Umfrage eben nur eine theoretische Fragestellung behandelte – bei den tatsächlichen Zulassungszahlen der Neuwägen in Deutschland ist relativ wenig davon zu sehen, dass zwei Drittel ein umweltfreundliches Fahrzeug fahren würden.