Verlust trotz Absatzrekord: Teslas Dilemma

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Grafik: Shutterstock

Die neuen Quartalszahlen von Tesla fallen gemischt aus. Während die Absatzzahlen ein neues Rekordniveau erreichen, steigen die Verluste. Kann Elon Musk den Teufelskreis durchbrechen?

Die jüngsten Zahlen verschrecken die Anleger: 6,47 Milliarden US-Dollar Umsatz im 2. Quartal, ein Nettoverlust von 408 Millionen Dollar oder auch 1,12 Dollar pro Aktie. Im nachbörslichen Handel stürzte die Tesla-Aktie rund 10 Prozent ab.

Dabei feiert der kalifornische Autobauer gigantische Absatzrekorde: 95.200 Fahrzeuge im zurückliegenden Quartal – das hätten Kritiker dem Konzernchef vor einem Jahr nicht zugetraut.

Die Rekord-Absatzzahlen kommen zu einem hohen Preis. Während das Model 3 in einigen Ländern bereits die Verkaufscharts anführt, geht die Nachfrage bei den Premium-Modellen S und X entsprechend zurück.

Teslas Dilemma: Der Konzern muss weiterhin auf Masse setzen, ohne sich dabei zu kannibalisieren. Sowohl die Einbrüche im Top-Segment, als auch die immer kleineren Margen bei der Produktion des “Volks-Teslas” Model 3 fressen an der Substanz.

Aktuell steht Tesla besser da als je zuvor. Absatzzahlen und Cash-Bestände (rund 5 Milliarden Dollar) waren noch nie so hoch. Gleichwohl zeigt die jüngste Bilanz, wie eng der Korridor ist, in dem sich Elon Musk bewegt.

Im aktuellen Aktionärsbrief bekräftigt der Tesla-CEO seine selbst gesteckten Ziele von 360.000 bis 400.000 produzierten Fahrzeugen dieses Jahr. Das Model Y (2020), der Produktionsstart in China sowie die geplante Gigafactory in Europa sollen Tesla mittel- und langfristig in ruhigeres Fahrwasser bringen.