Vorbild Norwegen: EnBW errichtet Schnellladepark in Stuttgart

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HPC-Ladepark in Stuttgart
Bild: EnBW / Endre Dulic

Blickt man auf das elektromobile Deutschland, so stellt man fest, dass schnelle Ladestationen (High Power Charger/HPC) fast ausnahmslos außerhalb von Städten entlang von Autobahnen und Bundesstraßen stehen. Deutsche Kommunen investieren dafür signifikant in den Ausbau von langsamen Ladestationen am Straßenrand.

Nun ändert die EnBW dieses Paradigma und zwar massiv: Mitten in der Stuttgarter Innenstadt in der Keplerstraße wurde ein HPC-Ladepark eröffnet. An zwölf (!) Ladepunkten kann mit bis zu 150 (8 Ladepunkte) bzw. 300 kW (4 Ladepunkte) Ladeleistung geladen werden. Bei modernen Elektroautos kann dort entsprechend binnen 5-7 Minuten eine Reichweite von um die 100 Kilometer nachgeladen werden.

Noch dieses Jahr sollen drei weitere HPC-Parks der EnBW eröffnet werden: Ein weiterer in Stuttgart sowie einer in Karlsruhe. Der dritte Standort wurde noch nicht verraten. Bei der Eröffnung des ersten urbanen HPC-Ladeparks in Deutschland war auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu Gast, der sich der symbolischen Wirkung bewusst schien: „Mit dem ersten öffentlichen Schnellladepark Deutschlands in der Landeshauptstadt Stuttgart wird die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität zu einem Teil des Stadtbilds – und zu einem Stück Alltag“, so der Ministerpräsident.

Für den weiteren Ausbau innerstädtischer HPC-Ladeparks kündigte die EnBW folgende Städte an:

EsslingenKarlsruheReutlingen
FreiburgKonstanzSindelfingen
FriedrichshafenLudwigsburgStuttgart
HeidelbergMannheimTübingen
HeilbronnPforzheimUlm

Was in norwegischen Städten wie Oslo, Bergen und Stavanger längst Alltag ist, hält nun auch in Deutschland Einzug. In nächster Zeit dürften vermehrt Städte ihre Förderprogramme zugunsten von HPC-Ladeparks verändern und den Ausbau von AC-Stationen am Straßenrand stoppen.