VW ID.3 – Der Vorverkauf hat begonnen

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ID.3-Reklamebild - Quelle: VW

Ein entmachteter CEO, ein geschasster Digital-Produktchef und ein Fahrzeug, das mit einem Not-Betriebssystem ausgeliefert werden muss. Der Start des ID.3 steht unter keinem guten Stern.

Es sollte so etwas werden wie ein Befreiungsschlag – vom Abgas-Betrugsskandal, vom Verbrenner-Motor, vom qualmenden Industriezeitalter in Gänze. Im ID.3 steckt die ganze Hoffnung der Wolfsburger. Das erste vollständig neu entwickelte Elektroauto von VW, ein Massenfahrzeug, das wie einst der Käfer und später der Golf eine ganze Generation prägen soll. Viel Druck lastet auf diesem kleinen Auto, das unter keinen guten Umständen seinen Weg auf die Straße fand.

Jetzt also ist er da – der ID.3. Ein billig verarbeiteter Kleinwagen, der im Oktober noch unfertig, ohne vollständiges Betriebssystem ausgeliefert wird und später noch einmal in die Werkstatt muss, um sein eigentliches “Gehirn” aufgespielt zu bekommen. Weder der Ladestopprechner, noch das Head-Up-Display in der Windschutzscheibe sollen laufen. Einer der Rechner erreicht seine Zielwerte nicht, zitiert Der Spiegel aus einem internen Bericht. Die Fertigstellung der Software soll bis zum ersten Quartal 2021 dauern.

Nein, das hatten sich die Wolfsburger Ingenieure sicher anders vorgestellt, die gestern noch Diesel-Motoren manipulieren mussten und sich heute mit Themen wie Batteriekühlung, Ladeintervallen und Zelldichten konfrontiert sehen.

Seit gestern hat nun der reguläre Vorverkauf begonnen. Sieben vorkonfigurierte ID.3-Varianten sind zu haben:

Ohne Zusatzausstattung liegt der ID.3 „Pro Performance“ bei 35.574,95 Euro. Jedes Modell hat ein Navigationssystem für reichweitenoptimiertes Navigieren an Bord (noch nicht ab Werk), Adaptive Cruise Control sowie Komforttelefonie mit induktivem Laden.

ID.3 „Life“: 37.787,72 Euro mit Komfort-Paket, u.a. beheizbares Lenkrad, Sitzheizung und zwei zusätzliche USB-C-Anschlüsse

ID.3 “Style”: 40.946,04 Euro mit Designpaket inklusive Matrix LED-Scheinwerfer, LED Rücklichtern mit dynamischer Wischfunktion und Panoramaglasdach sowie dem Komfort-Paket. 

ID.3 „Business“: 41.287,22 Euro, kleines Designpaket, Matrix-LED-Scheinwerfer, getönte Scheiben, Komfortpaket und Assistenzpaket mit Rückfahrkamera und schlüssellosem Zugangssystem „Keyless Access“

ID.3 „Family“: 42.305,87 Euro, großes Designpaket inklusive Matrix-LED-Scheinwerfer und großem Panoramaglasdach, großes Komfortpaket mit 2-Zonen „Air Care“ Klimaanlage und dem Assistenzpaket mit Rückfahrkamera und „Keyless Access“

ID.3 „Tech“: 43.680,32 Euro, großes Designpaket inklusive Matrix-LED-Scheinwerfer, großes Assistenzpaket mit „Travel Assist“, „Side Assist“ und „Emergency Assist“ und großem Infotainment Paket inklusive Head-up Display und Sound Paket

ID.3 „Max“: 45.917,48 Euro, alle großen Pakete, ein Massagesitz, Progressivlenkung sowie DCC (Dynamic Cruise Control)

ID.3 „Tour“ (1): größere Batterie (77 kWh Netto-Batterie-Energie-Inhalt) für bis zu 550km Reichweite (WLTP) und 125kW DC Ladeleistung. In der Basisausstattung kostet er 40.936,31 Euro. 

ID.3 „Tour“ (2): 48.432,44 Euro, Head-up Display und Sound Paket, Matrix-LED-Scheinwerfer, großes Komfortpaket sowie 12-Wege Massagesitz und großes Assistenzpaket mit allen Fahrerassistenzsystemen sind neben 19“ Alufelgen inklusive.

Hier geht es zum Konfigurator.

emobly hat sich den ID.3 seit seiner Premiere im September letzten Jahres mehrfach ansehen können. Unser Eindruck: Design und technische Werte sind ordentlich. Material und Verarbeitung wirken billig. Die verkündeten 30.000 Vorbesteller der “First Edition” erhalten relativ wenig Auto für ihr Geld. Mit 40.000 Euro bekommt man (nach Umweltbonus) auch ein Model 3 von Tesla.