VW plant 36.000 neue Ladepunkte in Europa

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Bild: Volkswagen AG

Vom Abgas-Betrüger zum Strom-Heiligen – VW lässt keinen Zweifel daran, dass es der Konzern ernst meint mit seiner Elektro-Initiative.

Nach der Vorpremiere des ID.3 Anfang Mai (laut VW schon 20.000 Vorbestellungen), hat der Konzern angekündigt bis 2025 europaweit 36.000 Ladepunkte zu bauen. Darunter auch 11.000 Stationen, die direkt unter der Marke Volkswagen betrieben werden sollen, etwa an den Standorten des VW-Händlernetzwerks. Insgesamt wolle man rund 250 Millionen Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa stecken.

Nach Schätzungen von Volkswagen werden künftig rund 70 Prozent aller Ladevorgänge zu Hause oder am Arbeitsplatz stattfinden. Hier möchte VW mit seinem Tochterunternehmen Elli Komplettlösungen für Privatkunden anbieten. So sollen künftig Wallbox, Installation sowie (Öko-) Stromvertrag aus einer Hand stammen.

Daneben soll es Partnerschaften mit Einzelhandelsketten geben, so dass man sein E-Auto beispielsweise während des Einkaufs auf dem Parkplatz laden kann. Um welche Partner es sich dabei handelt, hat VW nicht bekannt gegeben.

Mit der Ankündigung der eigenen Pläne wiederholt VW seinen Appell an die Politik, mehr für den Ausbau der Elektroinfrastruktur zu tun, etwa durch Steuergelder, aber auch durch Erleichterungen im Miet- und Baurecht. Deutschland brauche “einen Masterplan E-Mobilität”, so der E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich in der jüngsten Presseerklärung des Konzerns.

emobly sagt: Kein Hersteller treibt den Umbau ins Elektrozeitalter so konsequent voran, wie VW. Nach dem Diesel-Skandal bleibt dem Management auch kaum etwas anderes übrig, als ein kompletter Neustart. 250 Millionen Euro sind ein Anfang. Das wird aber nicht reichen, um es mit einem Supercharger-Netzwerk von Tesla aufzunehmen.