Zu klein für Prüfer

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Elektroautos sind in deutschen Fahrschulen eher die Ausnahme. Ein Grund: Der TÜV hätte gerne größere Rückbänke.

Deutschland nimmt es bekanntermaßen sehr genau, wenn es um seine Vorschriften geht. Das gilt natürlich ganz besonders für den TÜV. Ein Grund, weshalb es bei Fahrschulen so gut wie keine E-Autos im Angebot gibt, hat laut einem Bericht der Welt mit der Fahrprüfung zu tun.

Viele Elektroautos seien zu klein und daher nicht als Prüfungsfahrzeuge geeignet, bestätigt der zuständige TÜV-Referent gegenüber emobly. Unabhängig ob Elektro- oder Verbrennungsmotor, das gelte für alle Fahrzeuge. “Unsere Prüfer brauchen einen vernünftigen Arbeitsplatz”, so Marc Philipp Waschke vom TÜV-Bundesverband.

Beim i3 von BMW habe der Prüfer auf der Rückbank zwar genug Platz. Das Problem hier aber seien die Türen. Die Hintertür des i3 lasse sich nur öffnen, wenn die Vordertür offen ist. “Im Notfall könnte der Prüfer nicht fliehen”, so die Begründung.

Auch sonst muss nicht nur jeder Fahrschüler, sondern auch jeder Typ E-Fahrzeug vom TÜV geprüft werden. Nur vier E-Autos haben die Fahrprüfung bestanden und sind vom TÜV für eine Fahrprüfung zugelassen. Mit dem e-Golf und dem Opel Ampera sind zwei dieser Modelle quasi ständig ausverkauft weil zu wenig davon produziert werden.