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Top der Woche

Das Center of Automotive Management (Fachhochschule Bergisch Gladbach) bescheinigt Tesla einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz von zwei bis drei Jahren – sowohl in Sachen Fahrzeugtechnik als auch bei den Auslieferungszahlen: Tesla war 2019 der größte Elektroautobauer der Welt, 367.000 Elektroautos lieferten die Kalifornier letztes Jahr aus. Platz 2 ist weit entfernt, das chinesische Unternehmen BYD lieferte 219.000 Fahrzeuge aus.

Flop der Woche

Die Ford-Händler haben kaum Interesse am Vertrieb des Mustang Mach-E, weil ihnen Verkaufsvolumen und Margen zu gering sind. Nur 20% zeigen bislang Interesse. Mit etwas Weitsichtigkeit könnte man vielleicht zu der Erkenntnis kommen, dass weniger Marge besser als keine Marge ist und dass das Volumen in Zukunft deutlich steigen wird.

Bei deutschen Ford-Händlern unbeliebt: Der Mustang Mach-E. Bild: Ford

Zahl der Woche

961,86 $

War der Spitzenkurs der Tesla-Aktie am Dienstag, bereits Stunden nach dem sprunghaften Anstieg folgte aber die Korrektur. Die Gründe sind vielfältig, zum einen könnte es sich um einen „Short-Squeeze“ handeln (vereinfacht: durch die ständigen Wetten auf den Fall der Aktie steigt die Aktie kurzzeitig sehr stark an). Andererseits könnte der Markt auch begonnen haben, Tesla als Tech-Unternehmen einzusortieren (also in der Liga von Google, Microsoft und Amazon statt Daimler und VW) – nach diesem Maßstab wäre der Aktienkurs immer noch vergleichsweise niedrig und ein viel größerer Anstieg könnte bevorstehen.

Zitat der Woche

„Ein vollelektrischer Sportwagen ließe sich eher realisieren.“

Sagt der Porsche Baureihenleiter für die Fahrzeuge 911 und 718, Frank-Steffen Walliser im Interview mit auto motor sport. Er erteilt einem Plug-In-Hybrid Sportwagen indirekt eine Absage.

Person der Woche

Roland Schüren

Der Bäcker aus Hilden ist schon lange für Deutschlands größten Ladepark bekannt – jetzt legt er nochmal eine Schippe drauf, auf seinem Grundstück wird bald Europas größter Ladepark stehen. Es sind 40 Supercharger der neuen Generation V3 und 22 Ladepunkte von Fastend geplant. Der Ladepark wird strategisch günstig errichtet – der Elektroauto-Boom in den benachbarten Niederlanden sorgte zeitweise für überfüllte Ladestationen in der Region.

Gerüchte

Die Analysten der Schweizer Bank UBS rechnen mit einer Versiebenfachung der Plug-In-Hybridverkäufe bis 2021, verantwortlich dafür seien vor allem die Flottengrenzwerte – um die hohen Strafzahlungen zu umgehen könnten die Hersteller stattdessen lieber Hybride mit hohen Rabatten in den Markt drücken.

Ausblick

Die Briten ziehen das Verbot des Verbrennungsmotors nach vorne – schon 2035 sollen sie verboten werden, inklusive Plug-In-Hybride! Großbritannien ist dabei in guter Gesellschaft, auch viele andere Länder verbieten den Verbrennungsmotor auf absehbare Zeit.