SXSW 2019 elektrisiert

"Keep Austin weird!" / Foto: Richard Gutjahr

Jahr für Jahr treffen sich Techies, Musiker und Filmemacher im texanischen Austin zum South-by-Southwest-Festival (SXSW). Emobly ist mit dabei und fängt für Euch alle Trends und Stimmen ein zum Thema “Auto der Zukunft”.

In einem Punkt sind sich alle hier in Austin einig: Das Auto der Zukunft ist elektrisch, fährt autonom und wird mit mehreren Nutzern geteilt. Mobilität als Service, nicht als Besitz. Das ist insofern bemerkenswert, als dass wir uns hier im Herzen des republikanischen Erdöl-Staates Texas befinden. Doch Austin galt schon immer als ein wenig anders. Nicht umsonst lautet das inoffizielle Motto der Stadt: “Keep Austin weird!”.

Das Thema Mobilität ist auch 2019 hier in Austin wieder ein heißes Eisen. Seit Jahren bekriegen sich die Taxifahrer mit den Fahrdienst-Plattformen Uber oder Lyft. In diesem Jahr macht ein neuer Konkurrent den Taxlern zu schaffen: Elektroscooter, die überall an den Straßen herumstehen bzw. -liegen und die man über eine App (u.a. auch Uber) freischalten kann.

Vor einem Vortrag gehört hier Schlange stehen zur Tradition.

Das spannendste Panel, das ich heute auf der Tech-Konferenz verfolgen konnte, drehte sich um das Thema Autonomes Fahren. Was passiert, wenn Fahrer zu Passagieren, wenn Computer zu Fahrern werden? Wie werden beispielsweise Pendler und Vielfahrer die frei gewordene Zeit nutzen, wenn sie nicht länger das Auto steuern müssen?

Diskussion: Was werden die Menschen mit der Zeit anfangen, wenn der Computer das Steuer übernimmt?

Andere Panels beschäftigten sich mit der Frage, wie man Maschinen Mitmenschlichkeit, Ethos und Empathie beibringen kann? Vor einem Jahr warnte hier noch Elon Musk vor den Gefahren der Künstlichen Intelligenz. “Gefährlicher als die Atombombe”, schockte der Tesla-Chef damals das Festival-Publikum und schlug vor, eine Gruppe Menschen auf andere Planeten umzusiedeln, damit unsere Spezies überlebt, sollte das mit der K.I. auf der Erde schiefgehen.

Auch dieses Jahr war Elon Musk mit einem Vortrag präsent, diesmal jedoch nur in Form einer Persiflage. Im Comedy-Traditions-Club “Esther’s” schlüpfte ein Comedian in die Rolle des Tesla-Chefs und zog dabei so ziemlich alles durch den Kakao, was Elon Musk jemals erschaffen hat.

James Adomian als Elon Musk

Und so war der erste Festival-Tag ein gelungener Auftakt für das, was da noch kommen soll. Am Sonntag werden wir von emobly zum ersten Mal die Gelegenheit haben, einen Mercedes EQC zu fahren. Wir halten Euch auf dem Laufenden!