Was man (sich) durch E-Autos alles sparen kann

Der Ein-Liter-Motor zerlegt - Quelle: fordmedia.eu

Die Kosten für Wartung und Reparaturen beim Elektroauto sind deutlich niedriger als beim Verbrenner. Das liegt vor allem daran, dass es bei einem vollelektrischen Fahrzeug weniger bewegliche Teile im Antriebsstrang und Motor gibt.

Die Kupplung, das Getriebe und der Auspuff sind beim Auto mit Verbrennungsmotor die größten Verschleißteile, genau diese anfälligen Teile gibt es beim Elektroauto nicht mehr. “Ein Achtzylindermotor hat 1200 Teile, die montiert werden müssen, ein Elektromotor nur 17 Teile”, so BMW-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Manfred Schoch im Gespräch.

Hinzu kommt, dass Elektroautos nur drei Hauptflüssigkeiten besitzen, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen: Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschflüssigkeit. Desweiteren sind Ölwechsel, Zündkerzen, Luft- und Kraftstofffilter Teil der Vergangenheit im E-Auto. Die Ersparnisse sind dadurch entsprechend groß.

Das Nürtinger Institut für Automobilwirtschaft (IfA) gibt an, dass die Kosten für die Wartung eines Autos mit Elektromotor 35% geringer ausfallen als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Bei einem Renault Zoe zum Beispiel betragen die Kosten über drei Jahre an Wartung ca. 1.226 Euro, wohingegen ein VW Golf 1.0 TSI 110 SE über den gleichen Zeitraum ca. 1.593 Euro an Instandhaltungskosten vertilgt (Berechnungen hier).

Helmut Ernst vom Autozulieferer ZF behauptet sogar in Zukunft werden die Wartungskosten „60 Prozent unter denen konventioneller Fahrzeuge liegen“. Durch das regenerative Bremsen benötigen Elektroautos schätzungsweise die Hälfte der Wartungsintervalle für Bremsen.

Peter Köhl vom Taxicenter Ostbahnhof (TCO) berichtet von seinen Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen auf der eMove360: Weder seine Toyota Prius+ Hybrid-Flotte, noch der Tesla Model S benötigen nach 225.000 gefahrenen Kilometern neue Bremsen. Im Vergleich zu Dieselmodellen spart er dadurch fast 3000 Euro pro Fahrzeug – allein bei der Wartung.

Das Tesla Model S E-Taxi von Peter Köhl ist fünf Jahre im Einsatz und mittlerweile 330.000 Kilometer gefahren. Bei Stromkosten von 5 Euro pro 100 Kilometer hat er damit gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner Treibstoffkosten in Höhe von 16.500 Euro eingespart.


Dieser Text entstand im Zuge einer Kooperation mit dem Fachbereich Technikjournalismus an der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg.