Umweltbonus: So holt Ihr Euch die staatliche Elektroprämie

Elektroautos sind teuer. Doch wer alle Förderungen und Prämien mitnimmt, kann die Anschaffungskosten bei Leasing oder Kauf erheblich drücken.

Elektroautos sind aus politischer Sicht vor allem eines: umweltfreundlich! Und genau aus diesem Grund laufen derzeit mehrere Förderprogramme, um Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und anderen das Auto der Zukunft schmackhaft zu machen. Die bedeutenste Prämie für Elektroautobesitzer ist der Umweltbonus, ein staatliches Förderprogramm. 

Wie hoch ist die Elektroprämie?

Bei dieser Elektroprämie greifen sowohl die Bundesrepublik Deutschland als auch die Autohersteller in die Tasche – je zu 50 Prozent. Für Elektroautos winkt ein Zuschuss in der gesamten Höhe von 4.000 Euro, für Plug-in-Hybriden (bei einem CO2-Ausstoß von maximal 50 Gramm pro Kilometer) immerhin noch 3.000 Euro. 

Die Elektroprämie könnt Ihr beantragen:

  • wenn Ihr ein Elektrofahrzeug als Neuwagen mit Erstzulassung erwerbt oder least. Der Käufer (bzw. Leaser) muss mindestens sechs Monate auf das Fahrzeug zugelassen sein.
  • wenn die Neuzulassung ab dem 18. Mai 2016 durchgeführt wurde. Auch rückwirkend kann eine Umweltprämie beantragt werden.
  • wenn das Basismodell des Fahrzeugs einen maximalen Netto-Listenpreis von 60.000 Euro hat. Eine aktuallisierte Liste aller zulassungsberechtigten Fahrzeuge bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Worauf muss man beim Antrag achten?

Offiziell kann man den Zuschuss noch bis zum 30. Juni 2019 beantragen. Doch da die Anträge bisher nicht so zahlreich waren, wie ursprünglich erwartet, ist immer noch genug Geld im Förderungstopf. Es ist also denkbar, dass die Frist verlängert wird. 

Immerhin: Die Zahl der Anträge nimmt zu, von Jahr zu Jahr werden es mehr. Warum aber der Start so schleppend war? Unter anderem kann das durchaus mit den langen Wartezeiten bis zur Auszahlung des Zuschussens zusammenhängen. Zum einen dauert es bereits einige Wochen, bis das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle die Änträge überprüft hat und sich erstmals zurückmeldet.

Zum anderen sind mehr als die Hälfte der Anträge nicht korrekt. Beispielsweise sind viele Rechnungen fehlerhaft, da die Händler diese fälschlicherwiese ohne Listenpreis und ohne die abgezogene Herstellerprämie (das sind 2.000 Euro) ausstellen. Oder gelegentlich wird verschwitzt, dass auch bei einem geleasten Elektroauto eine Kopie des Kfz-Briefs eingereicht werden muss. 

Wie läuft die Beantragung ab? 

Achtet also darauf, dass die Beantragung des Umweltbonus reibungslos abläuft, um mögliche Rückläufer in Grenzen zu halten. Das zweistufige Antragsverfahren läuft wie folgt ab:

  1. Erste Stufe, Antrag: Reicht beim BAFA online den Antrag samt Kauf-/Leasing-Vertrag (oder zumindest eine verbindliche Bestellung) ein.
  2. Zuwendungsbescheid: Ist mit dem Antrag alles in Ordnung, erhaltet Ihr einen Zuwendungsbescheid. Dieser ist neun Monate gültig; sollte Euer Neuwagen erst sehr spät da sein, ist es sinnvoll, den Antrag nicht zu früh zu stellen.
  3. Zweite Stufe, Verwendungsnachweis: Ladet nun die Scans Eurer Rechnung sowie der Zulassungsbescheinungen (also des Kfz-Scheins UND des Kfz-Briefs) auf der Website des BAFA hoch. 
  4. Auszahlung: Sind alle Unterlagen geprüft worden und ist alles in Ordnung, erhaltet Ihr den staatlichen Zuschuss etwa 6 bis 8 Wochen nach Einreichung.