Der Preis-Hammer: Ladenetz bindet Ionity an

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Collage: incl. Shutterstock

Die Aachener Smartlab GmbH gehört mit ihrem Roaming-Verbund “Ladenetz” zu den Pionieren der Elektromobilität in Deutschland. Früh erkannte man, dass die bei zig Stadtwerken aufgebauten Ladestations-Inseln verbunden werden mussten, um elektrisches Reisen zu ermöglichen. Heute sind mehr als 200 Stadtwerke dem Verbund angeschlossen, vor allem kleinere und mittlere bei denen die E-Mobilität eher ein Randthema ist.

Neben den Stadtwerken sind aber auch diverse Roaming-Partner wie Stromnetz Hamburg, Vattenfall und – besonders interessant- seit kurzem IONITY angebunden.

Genau dieser Partner haucht dem Ladenetz nun ein interessantes neues Leben ein, wurde es doch in den letzten Jahren etwas stiller. Dass Ionity zu einem eher teuren Betreiber von Ladestationen gehört, ist hinlänglich bekannt. Der Standardpreis dort liegt bei 79 Cent pro Kilowattstunde. Über das Roaming mit dem Ladenetz kommen nun interessante Alternativen dazu.

Mit der Ladekarte der Stadtwerke München (SWM) z.B. kann bei Ionity für 38 Cent pro Kilowattstunde geladen werden (die Ladekarte kostet einmalig 5 Euro). Eine Ersparnis von beinahe 50 Prozent! Die SWM-Ladekarte ist für jede/n erhältlich, ein Strom-/Gas-Liefervertrag ist nicht notwendig.

Fährt man ein E-Auto mit großem Akku, lohnt ggf. die Ladekarte der Stadtwerke Düsseldorf: Hier werden bei Ionity pro Ladevorgang derzeit 11 Euro pauschal berechnet, unabhängig von der geladenen Energiemenge.

Wichtig: Die meisten Ladenetz-Ladekarten begrenzen Roaming-Ladevorgänge per AGB auf max. 50%. Anschließend droht die Kündigung. So zum Beispiel auch die oben genannten beiden Stadtwerke.

Unser Tipp: Vor allem schnell sein. Dass diese Tarife besonders lange aktiv bleiben, darf bezweifelt werden. Aktuell können Fahrer*innen von Elektroautos mit der richtigen Ladenetz-Tarifwahl bei IONITY-Stationen jede Menge Geld sparen.